| BCFZe 4/4 und CFZe 4/4 ABe 4/4 | |
|---|---|
| Nummerierung: | 1–4, 11–14 (div. Umnummerierungen) |
| Hersteller: | SLM/'SIG/SWS (mech. Teil) MFO/BBC / SAAS (elektr. Teil) |
| Baujahr(e): | 1939–1940 |
| Achsfolge: | Bo'Bo' |
| Länge über Puffer: | 19'600 mm |
| Gesamtachsstand: | 16'800 mm |
| Treibraddurchmesser: | 900 mm |
| Dienstmasse: | 44 t, modernisiert 47 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 80 km/h |
| Stundenleistung: | 735 kW (1000 PS) |
| Anfahrzugkraft: | 86 kN |
| Stundenzugkraft: | 47 kN bei 54 km/h |
| Fahrmotoren: | 4 |
| Übersetzungsstufen: | 1 (1:4,93) |
| Sitzplätze: | 9 (1. Kl., ursprünglich) 6 (1. Kl., modernisiert) 44 (2. Klasse) |
Bei den CFZe 4/4 und BCFZe 4/4 handelt es sich um elektrische Triebwagen, die die Schweizerische Südostbahn (SOB) anlässlich der Elektrifizierung 1939 beschaffte. Insgesamt wurden acht Fahrzeuge in zwei Versionen beschafft (vier BCFZe 4/4 und vier CFZe 4/4), welche sich aber nur im als zweite (spätere erste) Klasse ausgebildeten Abteil voneinander unterschieden, ansonsten baugleich waren. Später wurden die verbliebenen Fahrzeuge in ABe 4/4 umgezeichnet.
Als die Elektrifizierung der Eisenbahnlinien bei der Südostbahn Einzug hielt, beauftragte diese im Juli 1938 ein Konsortium von sechs Unternehmen, einen vierachsigen Triebwagen zu konstruieren und davon acht Fahrzeuge zu erstellen. Sie erhielten anfänglich die Bezeichnungen CFZe 4/4 mit den Betriebsnummern 11–14 und BCFZe 4/4 mit den Nummern 1–4. Für die Fahrwerke zeichnete die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) verantwortlich, während BBC, MFO und SAAS den elektrischen Teil herstellten. Trotz der recht grossen Leistung erhielten die Triebwagen Tatzlager-Fahrmotoren mit Eigenventilation. Beim Bau der Wagen in den Jahren 1939 und 1940 erhielten die acht Triebwagen überdurchschnittlich grosse Glasflächen, was zum Beinamen Glaskasten führte. Der mechanische Teil stammt alternierend von der Schweizerischen Industrie-Gesellschaft in Neuhausen am Rheinfall (SIG) oder der Schweizerischen Wagonfabrik Schlieren (SWS).
Anfänglich war geplant acht Fahrzeuge der Bauart CFZe 4/4 zu beschaffen. Für die Züge des direkten Verkehres (heute Voralpen-Express) waren aber auch Sitzplätze der 2. Klasse notwendig. Für die Beschaffung eines geeigneten 2./3.-Wagens fehlte aber – wegen Kostenüberschreitung bei der Erneuerung beim Unter- und Oberbau anlässlich der Elektrifizierung – das Geld. Also beschloss man im Mai 1939 die Triebfahrzeug-Bestellung abzuändern und liess vier Triebwagen ab Werk mit einem 2.-Klasse-Abteil ausrüsten. Für den Abdruck in der Festschrift zur Elektrifizierung kam die Änderung des Bestellauftrages aber zu spät, so dass in dieser von acht CFZe 4/4 die Rede ist.
Die Glaswagen waren die ersten Fahrzeuge mit einer BBC-Rekuperationsbremse mit Kondensatorschaltung. Diese Nutzbremse ermöglichte gegenüber den vor der verspäteten Ablieferung der Triebwagen eingesetzten Aushilfsfahrzeugen eine namhafte Energieeinsparung.
| 1. Nummer und Erstbezeichnung | Auslieferung | Umbauten Umnummerierung | Umbezeichnung (um 1957) | Modernisierung
(1979–1982) | Ausrangierung | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BCFZe 4/4 1 | 9. März 1940 | ABe 4/4 1 | ABe 4/4 14 | x | ||
| BCFZe 4/4 2 | 20. Feb. 1940 | ABe 4/4 2 | ABe 4/4 13 | x | ||
| BCFZe 4/4 3 | 16. Mai 1940 | ABe 4/4 3 | x | |||
| BCFZe 4/4 4 | 1. Aug. 1940 | ABe 4/4 4 | ABe 4/4 11 | Verkauf an Tunnelkino (2001) | ||
| CFZe 4/4 11 | 1. Nov. 1939 | Be 4/4 7
(1959) |
x | Verkauf an STB (1964) | ||
| CFZe 4/4 12 | 27. Dez. 1939 | BCe 4/4 5
(1949) |
ABe 4/4 5 | Verkauf an Verein TW5 (2008) | ||
| CFZe 4/4 13 | 1. Dez. 1939 | Ce 4/4 12 II(1952) | Be 4/4 12 II | x | Verkauf an STB (1959) | |
| CFZe 4/4 14 | 17. Jan. 1940 | BCe 4/4 6
(1953) |
ABe 4/4 6 | ABe 4/4 12 III | x |