| SSV 1863 Sayda | |
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| Name | SSV 1863 Sayda |
| Website | ssv1863sayda.de |
Der SSV 1863 Sayda e. V. (Spiel- und Sportverein Sayda 1863 e. V.) ist ein deutscher Sportverein aus Sayda, der in verschiedenen Sportarten aktiv ist. Der Verein hat rund 440 Mitglieder in mehreren Sektionen und gilt als einer der ältesten Sportvereine in Sachsen. Mit den Olympiateilnehmern Reiner Dietel und Uwe Bellmann sowie der Langläuferin Anne Winkler erlangte der Verein auch überregionale und internationale Bekanntheit.
Angeregt durch das 1. Deutsche Turnfest 1860 in Coburg gründete sich der Verein am 20. April 1863 im Gasthof „Zum schwarzen Roß“. Der für die Versammlung erforderliche Erlaubnisschein gilt als historischer Gründungsbeleg.

1873 erfolgte die Turnplatzweihe am „Hotel zum Bad“ sowie die Anschaffung erster Turngeräte. Im Jahre 1887 wurde das ehemalige Seidelhaus zur Turnhalle umgebaut. Am 15. Januar 1894 wurde zudem der Radfahrverein „Saxonia“ zu Sayda unter Leitung von Gustav Gröschel gegründet.

Im Jahr 1911 gründete Oskar Rösch die Fußballabteilung, verbunden mit der Einweihung eines neuen Sportplatzes am Seidelhaus. 1912 folgten die Gründung der Wintersportabteilung und die Errichtung einer Rodelbahn am Ullersberg.


Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 1913 beging der Verein sein 50-jähriges Jubiläum mit einer großen Fahnenweihe und einem Festumzug. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1922 die Wintersportabteilung neu formiert und 1929 die „Jahnschanze“ am Dämmrichbusch eingeweiht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sportbetrieb ab 1945 neu aufgebaut. Ab 1954 war der Verein als Betriebssportgemeinschaft (BSG) Einheit Sayda organisiert. In dieser Zeit entstanden neue Sektionen wie Tischtennis (1948–1984), Schach und Kegeln (1953). Der Wintersport erlebte durch den Bau der „Schanze der Freundschaft“ im Mortelgrund (1950) und den ersten Peter-Barthel-Gedenklauf (1958) einen großen Aufschwung.
Nach der politischen Wende erfolgte am 8. Juni 1990 die Umbenennung in den heutigen Namen SSV 1863 Sayda e. V. In den folgenden Jahren wurde die Sportinfrastruktur umfassend modernisiert, unter anderem durch den Bau des Bergstadtstadions (eröffnet 2003) und der neuen Zweifeld-Sporthalle (2012).
Durch norwegische Studenten angeregt, reparierte und baute Stellmachermeister Arthur Müller ab 1893 die ersten Skier in Sayda (Vorläufer der späteren „Müller-Ski“ bzw. „Germina“-Produktion). Sayda ist als Ski-Nordisch-Landesstützpunkt für seine kontinuierliche Nachwuchsarbeit bekannt. Zu den traditionsreichen Wettkämpfen gehören:
Die Gründung erfolgte am 1. November 1911. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Umstrukturierung in die BSG Einheit Sayda feierte die 1. Männermannschaft ab 1959 zahlreiche Kreismeistertitel und Pokalsiege. 1996 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse. Am 12. Juli 2003 wurde das Bergstadtstadion mit einem Freundschaftsspiel gegen Dynamo Dresden vor 1.400 Zuschauern eingeweiht.
Obwohl in den 1950er Jahren bereits Faustball gespielt wurde, gründete sich die Sektion Volleyball offiziell im Jahr 1980. Nach dem Bau der neuen Turnhallen (1977 und 2012) feierten sowohl die Frauen- als auch die Männermannschaft zahlreiche Kreis- und Bezirksklassenerfolge.
