| Sociedade de Transportes Colectivos do Porto | |
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Porto |
| Webpräsenz | https://www.stcp.pt/ |
| Bezugsjahr | 2025 |
| Eigentümer | Gemeinden Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Maia, Gondomar und Valongo |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Sitz | Porto |
| Gründung | 1994 |
| Verkehrsverbund | Andante |
| Mitarbeiter | 1414 |
| Tochtergesellschaften | STCP Serviços – Transportes Urbanos, Consultoria e Participações, Unipessoal, Lda. |
| Linien | |
| Spurweite | 1435 mm (Normalspur) |
| Straßenbahn | 3 |
| Bus | 71 |
| Anzahl Fahrzeuge | |
| Straßenbahnwagen | 7 |
| Omnibusse | 444 |
| Statistik | |
| Fahrgäste | 71,8 Mio. pro Jahr |
| Fahrleistung | 21,7 Mio. km pro Jahr |
| Betriebseinrichtungen | |
| Betriebshöfe | 3 |
Die Sociedade de Transportes Colectivos do Porto, E.I.M., S.A. (STCP) ist ein portugiesisches Verkehrsunternehmen mit Sitz in Porto. Das Unternehmen betreibt den öffentlichen Omnibusverkehr in den Gemeinden Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Maia, Gondomar und Valongo sowie die historische Straßenbahn in Porto.
2025 beförderte die STCP insgesamt rund 71,8 Millionen Fahrgäste. Davon entfielen 71,2 Millionen auf den Omnibusverkehr und 625.000 auf den historischen Straßenbahnbetrieb.
Die Geschichte des öffentlichen Verkehrsunternehmens in Porto reicht bis in das Jahr 1872 zurück. In diesem Jahr begann die Companhia Carril de Ferro Americano do Porto mit dem Betrieb einer Pferdestraßenbahn. 1873 wurde die Companhia Carris de Ferro do Porto gegründet. Beide Gesellschaften wurden 1893 zusammengeführt.

Neben der Straßenbahn begann 1878 der Betrieb mit dampfbetriebenen Fahrzeugen. 1895 wurde in Porto die elektrische Straßenbahn eingeführt. Mit dem Ausbau des Omnibusverkehrs kam 1948 der erste mit Dieselkraftstoff betriebene Busverkehr hinzu.

1946 löste die Stadt Porto die Konzession der Companhia Carris de Ferro do Porto ab und überführte den öffentlichen Verkehr in den kommunalen Serviço de Transportes Colectivos do Porto. Dieser übernahm den bisherigen Straßenbahnverkehr und baute in den folgenden Jahren den Omnibusverkehr aus.
Ab 1959 ergänzten Oberleitungsbusse das Verkehrsangebot. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Omnibusverkehr zunehmend ausgebaut, während der Straßenbahnverkehr stark zurückging. Der Oberleitungsbus blieb bis Ende der 1990er Jahre Bestandteil des Verkehrsangebots.
1974 wurde der Serviço de Transportes Colectivos do Porto unter staatliche Verwaltung gestellt. Die bisher kommunale Organisationsform wurde damit aufgegeben.
1992 wurde in Massarelos das Museu do Carro Eléctrico eröffnet, das die Geschichte des öffentlichen Schienenverkehrs in Porto und den historischen Fahrzeugbestand dokumentiert.
1994 wurde der Serviço de Transportes Colectivos do Porto durch das Decreto-Lei n.º 202/94 in eine Aktiengesellschaft mit ausschließlich öffentlichem Kapital umgewandelt. Das Unternehmen erhielt die Bezeichnung Sociedade de Transportes Colectivos do Porto, S.A. und trat die Rechtsnachfolge des bisherigen Verkehrsbetriebs an.
Mit der Umwandlung blieb die STCP zunächst ein Unternehmen im alleinigen Eigentum des portugiesischen Staates. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag zunehmend auf dem Omnibusverkehr. 2000 wurden die ersten mit Erdgas betriebenen Busse eingesetzt. 2004 und 2005 nahm die STCP im Rahmen eines europäischen Projekts drei Wasserstoffbusse in Betrieb.
2018 begann die STCP mit dem Einsatz von Elektrobussen. Im selben Jahr wurden die Zuständigkeiten für die Verwaltung des Unternehmens auf die sechs von der STCP bedienten Gemeinden übertragen.
Auf Grundlage des Decreto-Lei n.º 151/2019 wurde das gesamte Aktienkapital der STCP vom portugiesischen Staat auf die Gemeinden Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Maia, Gondomar und Valongo übertragen. Die Übertragung wurde zum 1. Januar 2021 wirksam. Die STCP gehört seitdem zum kommunalen Unternehmenssektor und führt die Bezeichnung Sociedade de Transportes Colectivos do Porto, E.I.M., S.A.
Die Stadt Porto hält 53,69 % des Kapitals. Weitere Anteilseigner sind Vila Nova de Gaia mit 12,04 %, Matosinhos mit 11,98 %, Maia mit 9,61 %, Gondomar mit 7,28 % und Valongo mit 5,40 %.
Der Omnibusverkehr bildet den Schwerpunkt der Tätigkeit der STCP. Das Unternehmen betreibt Linien in den sechs Gemeinden Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Maia, Gondomar und Valongo. Zum 31. Dezember 2025 umfasste das Busnetz 71 Linien mit einer Gesamtlänge von 503 km und 2517 Haltestellen. Die Busflotte bestand aus 444 Fahrzeugen. Im Omnibusverkehr wurden 2025 insgesamt 71,2 Millionen Fahrgäste befördert. Die Fahrleistung betrug 21,6 Millionen Fahrzeugkilometer.

Die Busflotte der STCP wurde seit Ende der 1990er-Jahre schrittweise modernisiert. Während zunächst Erdgasbusse einen immer größeren Anteil ausmachten, begann 2018 die Elektrifizierung der Flotte. Ende 2025 fuhren 75 % der Fahrzeuge mit Erdgas, 15 % elektrisch und 10 % mit Dieselantrieb. Im September 2026 wuchs der Bestand an Elektrobussen durch die Indienststellung von 30 neuen Fahrzeugen des Herstellers CaetanoBus auf 126. Nach Angaben des Unternehmens erbrachte die STCP damit rund 28 % ihres Betriebs emissionsfrei.

Die STCP betreibt die historische Straßenbahn in Porto mit den drei Linien 1, 18 und 22. Der Betrieb erfolgt ausschließlich mit historischen Straßenbahnwagen.

Die STCP ist alleinige Eigentümerin der STCP Serviços – Transportes Urbanos, Consultoria e Participações, Unipessoal, Lda. Die Tochtergesellschaft ist unter anderem im Bereich der städtischen Mobilitätsinfrastruktur tätig.
Zur STCP gehört außerdem das Museu do Carro Eléctrico in Porto. Das Museum dokumentiert die Geschichte des Straßenbahn- und öffentlichen Schienenverkehrs der Stadt und bewahrt historische Fahrzeuge und weitere Zeugnisse des Betriebs.