Sabine Bock

Sabine Bock (2020)

Sabine Bock (* 1954 in Ilmenau) ist eine deutsche Architekturhistorikerin, Denkmalpflegerin und Hochschullehrerin. Sie veröffentlichte Schriften und Aufsätze zur Architektur- und Baugeschichte Mecklenburgs, Pommerns und des Ostseeraums.

Leben

Sabine Bock studierte von 1973 bis 1978 Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. Nach dem Abschluss als Diplom-Ingenieur-Architektin nahm sie von 1978 bis 1981 ein Forschungsstudium auf. 1982 wurde sie zum Dr.-Ing. im Fachgebiet Denkmalpflege promoviert.

Von 1981 bis 1987 arbeitete sie zunächst als Konservatorin, später Oberkonservatorin am Institut für Denkmalpflege der DDR in Schwerin. 1987 verließ sie die DDR. Sie arbeitete bis 1989 in München und anschließend – ab 1993 als Oberkonservatorin – bis 1997 in Bamberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

An der Fachhochschule Coburg übernahm sie 1996/97 einen Lehrauftrag für Altbausanierung und Sanierungstechnologie im Fachbereich Architektur/Innenarchitektur. Seit dem Wintersemester 1997 war sie Professorin für Altbausanierung, Architekturgeschichte und Denkmalpflege in Coburg. An der Universität Bamberg lehrte sie innerhalb des Masterstudiengangs Heritage Conservation – Denkmalpflege das Fach „Praktische Denkmalpflege“. Im Jahr 2005 ging sie aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand und lebt seitdem in Schwerin.

Sie ist verheiratet mit dem Fotografen und Verleger Thomas Helms.

Schriften (Auswahl)

Auszeichnungen

Für das Manuskript zum dreibändigen Werk Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte wurde Sabine Bock 2007 mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet. Am 8. September 2013 erhielt sie den zum sechsten Mal verliehenen Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Böckler-Mare-Balticum-Stiftung unterstützte 2016 ihre Vorbereitung für das Buchprojekt Herrenhäuser im Ostseeraum mit einem Reisestipendium, 2021 den ersten Band, 2023 den zweiten Band und 2025 den dritten Band mit einem Druckkostenzuschuss. Auch die Historische Kommission für Pommern gewährte Zuschüsse für die Drucklegung dieser Bände. Der zweite und dritte Band wurde auch von der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius unterstützt. Die Drucklegung des dritten Bandes unterstützten außerdem der Bürgerfonds Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Dr. Julius und Günter Budde Stiftung und die Rethmann Stiftung.

Mitgliedschaften

Einzelnachweise

  1. ↑ Frank Pergande: Pfefferminzdragees westlicher Herkunft. Im Osten getrennt, im Westen wiedergefunden – eine ungewöhnliche Schweriner Liebesgeschichte. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 2. Oktober 2008, S. 9.
  2. ↑ Ingrid Möller: Wer beschützet und erhält … hat das schönste Los gewonnen, dichtete Goethe. Es trifft auf Prof. Sabine Bock zu. In: Mecklenburg-Magazin. Regionalbeilage der Schweriner Volkszeitung und der Norddeutschen Neuesten Nachrichten. 35/2007, S. 26.
  3. ↑ Die Architekturhistorikerin und Denkmalpflegerin Professorin Dr. Sabine Bock aus Schwerin hat in diesem Jahr den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis erhalten.
Commons: Sabine Bock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien