Sabine Klamroth (* 10. August 1933 in Halberstadt; † 7. Juli 2025 ebenda) war eine deutsche Juristin und Autorin.
Sabine Klamroth war die Tochter Hans Georg Klamroths. Sie wuchs mit ihren Geschwistern in Halberstadt auf. Die Familie verließ ihre Heimatstadt nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 und übersiedelte nach Braunschweig.
Sabine Klamroth studierte Sprachen und Rechtswissenschaften in Heidelberg, Berlin und München. Sie war lange als Rechtsanwältin in Heidelberg tätig und betreute als Chefredakteurin verschiedene juristische Fachzeitschriften, etwa die „Zeitschrift für das gesamte Lebensmittelrecht“ und „Wettbewerb in Recht und Praxis“. In dieser Zeit verfasste sie auch mehrere Lehrbücher für juristische Laien.
Anfang der 1990er Jahre verkaufte Klamroth ihre Heidelberger Anwaltskanzlei. Sie kehrte nach Halberstadt zurück und betrieb dort zunächst in dem von Hermann Muthesius errichteten Haus ihrer Großeltern das Parkhotel Unter den Linden. Bis 2002 war sie zudem als Rechtsanwältin zugelassen.
Viele Jahre beschäftigte sich Klamroth mit der Geschichte der Juden Halberstadts, das einst ein Zentrum des deutschen Judentums war. So wirkte sie 1995 an der Gründung der dortigen Moses-Mendelssohn-Akademie mit.
Klamroths 2006 erschienenes und überregional beachtetes Buch „Erst wenn der Mond bei Seckbachs steht“ – Juden im alten Halberstadt beschreibt laut Christoph Dieckmann „pars pro toto“ am Beispiel Halberstadts, wie die „deutsch-jüdische Symbiose“ während des Dritten Reiches zerstört wurde.
Klamroth war die Schwester von Wibke Bruhns und die Großtante von Louis Klamroth.
2008 erhielt Klamroth den Kulturpreis der Stadt Halberstadt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Klamroth, Sabine |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Juristin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 10. August 1933 |
| GEBURTSORT | Halberstadt |
| STERBEDATUM | 7. Juli 2025 |
| STERBEORT | Halberstadt |