Sabine Kyora

Sabine Kyora (* 8. März 1962 in Bielefeld) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin und Hochschullehrerin. Sie ist seit 2002 Professorin für Deutsche Literatur der Neuzeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Laufbahn

Wissenschaftliche Laufbahn

Sabine Kyora legte 1981 das Abitur am Ceciliengymnasium Bielefeld ab und studierte anschließend Germanistik, Literaturwissenschaft und Geschichte in Hamburg und Bielefeld. Nach dem Abschluss als Magistra Artium im Jahr 1988 promovierte sie 1991 an der Universität Bielefeld bei Jörg Drews mit einer Arbeit unter dem Titel Psychoanalyse und Literatur im 20. Jahrhundert. Im Promotionsjahr 1991 nahm sie eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Seume-Werkausgabe für den Deutschen Klassiker Verlag in Frankfurt am Main auf. Es folgte eine Assistenzstelle für Neuere Deutsche Literatur in den Jahren 1993 bis 1999 an der Universität Bielefeld, ebenfalls bei Jörg Drews.

Nach der Habilitation 1999 an der Universität Bielefeld ist Kyora seit 2002 Professorin für Deutsche Literatur der Neuzeit an der Universität Oldenburg. Zudem wirkte sie dort von 2010 bis 2012 als Prodekanin, und von April 2012 bis 2015 als Dekanin der Fakultät III für Sprach- und Kulturwissenschaften. Von 2016 bis Ende 2019 war sie Vizepräsidentin der Hochschule für Studium, Lehre und Gleichstellung. Kyora befasste sich mit Forschung zu den deutschen Autoren Alfred Döblin, Arno Schmidt und Paul Wühr. Ab 2003 war sie Vizepräsidentin und von 2009 bis 2011 Präsidentin der Internationalen Alfred Döblin-Gesellschaft (IADG).

Kuratorische Tätigkeit

Parallel zur Promotion war Kyora zusammen mit Jörg Drews 1989 an der Vorbereitung zur Ausstellung Johann Gottfried Seume 1763–1810. Ein Politischer Schriftsteller der Spätaufklärung in der Universitätsbibliothek Bielefeld beteiligt. In den Jahren 1991–1992 konzipierte sie im Auftrag des Kultursekretariats Nordrhein-Westfalen in Gütersloh die Ausstellung Kultur und Macht: Deutsche Literatur 1949–1989, und 1994 arbeitete sie an der Ausstellung Deutsche im Osten. Geschichte. Kultur. Erinnerungen mit, ein Projekt des Deutschen Historischen Museums Berlin, das im Lokschuppen Rosenheim zu sehen war. Bei dem Projekt war sie für die Bereiche Literatur und Philosophie zuständig.

Schriften (Auswahl)

Monografien
Herausgeberschaft
Aufsätze

Einzelnachweise

  1. ↑ Sabine Kyora, in: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online, De Gruyter, ISSN 2193-2786
  2. ↑ Sabine Kyora Direktorin des Instituts für Germanistik. In: presse.uni-oldenburg.de. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Stabsstelle Presse und Kommunikation, 29. Juni 2005, abgerufen am 7. November 2022.
  3. ↑ Prof. Dr. Sabine Kyora. In: uol.de – Universität Oldenburg Fk. III, Institut für Germanistik – Literaturwissenschaft. Universität Oldenburg, abgerufen am 5. November 2022.
  4. ↑ Pressedienst der Universität Oldenburg: Melanie Unseld zur Dekanin der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften gewählt. 23. März 2015, abgerufen am 21. Dezember 2022.
  5. ↑ 13. November 2019: Senat votiert für Vizepräsidenten. In: presse.uni-oldenburg.de. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Abt. Presse & Kommunikation, 13. November 2019, abgerufen am 5. November 2022.
  6. ↑ Autoren: Kyora, Sabine. In: literaturkritik.de – Online-Lexikon Literaturwissenschaft. TransMIT-Zentrum für Literaturvermittlung in den Medien Gießen, 2012, abgerufen am 7. November 2022.
  7. ↑ Sabine Kyora: Tendenzen des Zeitalters: Seume als politischer Schriftsteller. In: Jörg Drews (Hrsg.): Johann Gottfried Seume. Ein politischer Schriftsteller der Spätaufklärung. Eine Ausstellung der Universität Bielefeld. Granier, Bielefeld 1989, ISBN 978-3-9801672-2-2, S. 69–77.
  8. ↑ Kultursekretariat NRW Gütersloh, Ausstellung Kultur und Macht: Deutsche Literatur 1949 - 1989 1992 Gütersloh, Sabine Kyora: Kultur und Macht - deutsche Literatur 1949 - 1989. Aisthesis-Verl., Bielefeld 1992, ISBN 978-3-925670-73-2 (slub-dresden.de [abgerufen am 7. November 2022]).