
Glochiden (griechisch glochís) sind feine, borstenartige Dornen, die mit Widerhaken versehen sind und sich bei Berührung leicht ablösen. Glochiden sind typisch für die Pflanzengattung der Opuntien (Opuntia). Sie können auch in großen Gruppen auftreten. Ein Beispiel hierfür ist die Art Opuntia microdasys.
Die bei Azollaceae an der Oberfläche der schwimmfähigen Mikrosporenballen vorhandenen gestielten Widerhäkchen werden ebenfalls als Glochiden bezeichnet.
Hunderte der feinen Härchen können sich schon bei leichter Berührung in der Haut verankern. Die faserartigen Haare sind oft nur zu erkennen, wenn man die betroffenen Stellen gegen das Licht hält. In der Regel schmerzt die betroffene Hautpartie bei Berührung und es kann sich ein Ausschlag mit Schwellung und Rötung entwickeln, der auch nach Entfernung der Härchen bis zu drei Tagen anhalten kann.
Werden die Glochiden nicht entfernt, kann sich eine Dermatitis entwickeln, die häufig einer Kontaktdermatitis ähnelt. Die entstandenen Läsionen heilen mitunter erst nach neun Monaten vollständig aus.
In seltenen Fällen werden Mikroorganismen wie Clostridium tetani und Staphylococcus aureus (von Dornen und Stacheln), Sporothrix schenckii (von Rosen, Gräsern und Moosen), Mycobacterium kansasii (von Brombeeren), Mycobacterium marinum (von Dornen), oder Mycobacterium ulcerans in die Haut eingetragen.