Sachiko Yoshihara

Sachiko Yoshihara (japanisch 吉原 幸子 Yoshihara Sachiko; geboren 28. Juni 1932 in Tokio; gestorben 28. November 2002) war eine japanische Dichterin.

Leben und Wirken

Sachiko Yoshihara studierte französische Literatur der Universität Tokio. Sie interessierte sich seit der Mittelschule für Theater und gehörte der „Shiki Theatre Company“ (劇団四季) an. Nach der Geburt eines Kindes ließ sie sich scheiden und veröffentlichte in der Absicht, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, 1964 „Yōnen rentō“ (幼年連祷) – etwa „Litanei der Kindheit“, und „Natsu no haka“ (夏の墓) – „Grab im Sommer“. Sie drückte damit ihren Liebesschmerz aus, gewann für „Yōnen rentō“ den Murō-Saisei-Lyrikpreis.

Es folgten nach einer Pause „Ondine“ (1972), „Afternoon“ (1973), gefolgt von „Träume, beziehungsweise ...“ (1976) und „Nachtflug“ (1978), Werke, die die Essenz des Lebens erforschen, in denen über Tod und Träume nachgedacht wird. 1974 gewann Yoshihara den Takami-Jun-Preis für „Ondine“ und „Hirugao“. 1978 wurde sie an die University of Iowa eingeladen und blieb für vier Monate in den Vereinigten Staaten. 1983 leitete sie mit Kazue Shinkawa (1929–2024) die vierteljährlich erscheinende Poesiezeitschrift „La Mer“ (ラ・メール), die dann 1993 mit Band 40 beendet wurde. Während dieser Zeit ging sie auch aktiv der schriftstellerischen Tätigkeit nach.

Yoshihara fertigte eine Reihe von Übersetzungen an, so von Andersen, Antonia Fraser oder Sylvia Plath.

Werke

Literatur

Personendaten
NAME Yoshihara, Sachiko
ALTERNATIVNAMEN 吉原幸子 (japanisch)
KURZBESCHREIBUNG japanische Dichterin
GEBURTSDATUM 28. Juni 1932
GEBURTSORT Tokio
STERBEDATUM 28. November 2002