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| Bereich | Nummerung | ||
| Titel | Nummerung; Grundbegriffe | ||
| Kurzbeschreibung: | Bilden, Erteilen, Verwalten und Anwenden von Nummern | ||
| Letzte Ausgabe | Dezember 1985 | ||
Unter Nummerung wird das „Bilden, Erteilen, Verwalten und Anwenden von Nummern“ für Nummerungsobjekte verstanden (DIN 6763). Nummerungsobjekte im Sinne dieser Definition können Gegenstände, Datenträger, Personen oder Sachverhalte sein. Eine Nummer im Sinne der Nummerung ist eine festgelegte Folge von Zeichen wie Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. In der Datenverarbeitung wird für Nummer der Begriff Schlüssel oder Sortierschlüssel verwendet und die Nummernvergabe wird auch Schlüsselwahl, Schlüsselvergabe oder seltener Verschlüsselung (was jedoch mit Verschlüsselung der Kryptographie verwechselt werden kann) genannt. Die DIN-Norm wurde 1985 überarbeitet und definiert verschiedene Begriffe nun anders. Auch sonst werden in der Literatur verschiedene Begriffe zum Teil synonym, zum Teil aber auch nicht immer deckungsgleich verwendet.
In der elektronischen Datenverarbeitung ist die Schlüsselvergabe/Schlüsselwahl bei der Datenmodellierung von Objekten und ihren Beziehungen, besonders als Datenbankschlüssel, von großer Bedeutung. Identifizierende Schlüssel werden ebenfalls in verschiedenen Datenstrukturen verwendet, z. B. bei der Zuordnungstabelle.
Ein Nummernsystem ist die Beschreibung und Erläuterung der zweckdienlichen Gliederung und Zusammenfassung von Nummern oder Nummernteilen (nach DIN). In der Regel werden die Nummernsysteme bzw. die Nummernsystemteile in „systematisch“/„systemfrei“ sowie „nicht sprechend“/„halbsprechend“/„vollsprechend“ gegliedert.
Der Nummernplan ist eine Übersicht über die im Voraus festgelegten Bedeutungen von klassifizierenden Nummernteilen (nach DIN). Es gibt hierarchisch (dezimal) und nebengeordnet (dekadisch) aufgebaute Nummernpläne. Der Nummernplan der „DK“ ist ein Beispiel einer Dezimalklassifikation. Bei einem nebengeordneten Nummernplan können die Klassen der einzelnen Stellen beliebig miteinander verknüpft werden. Die Benummerung von Teilefamilien nach Opitz ist ein Beispiel einer Kombination aus hierarchisch und nebengeordneten Elementen eines Nummernplans.
Ein Nummernschema ist die Darstellung des formalen Aufbaus der Nummern und deren Schreibweise.