Sally Bochner

Sally Bochner ist eine kanadische Filmproduzentin und Drehbuchautorin, die sich auf Dokumentarfilme spezialisiert hat. Sie war lange beim National Film Board of Canada tätig und wurde für einen Oscar nominiert.

Leben und Werk

Sally Bochner war spätestens ab 1980 beim National Film Board of Canada (NFB) als Sprecherin des Board tätig. Für den 1984 erschienenen Circulating Film Library Catalogue des MoMA verfasste sie eines der sechs darin enthaltenen Essays. Das Thema war die Geschichte von Dokumentar- und Animationsfilmen des NFB.

Ihre erste direkte Filmbeteiligung war 1987 das Drehbuch des Films Zug der Träume, das sie zusammen mit Sam Grana und Regisseur John N. Smith schrieb. Dafür war sie 1988 für einen Genie Award in der Kategorie Bestes Drehbuch nominiert. Danach war sie vor allem als Produzentin tätig. Die IMDb listet über 110 Filme, an deren Produktion sie beteiligt war, darunter der mehrfach ausgezeichnete Film Unter Fremden von 1990. Für den Film The Colours of My Father: A Portrait of Sam Borenstein wurde sie 1991 zusammen mit Richard Elson mit einem Genie Award in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. 1993 wurden die beiden mit diesem Film für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.

1997 wurde sie von staatlicher Seite als Executive Producer für die englischsprachigen Dokumentarfilme im östlichen Bereich Kanadas bestätigt. 1998 wurde sie als Verantwortliche für diese Filme in Québec geführt. Diese Rolle hatte sie bis 2005 inne. 1998 war sie zusammen mit George Hargrave mit dem Film Picturing a People: George Johnston, Tlingit Photographer für einen Donald Brittain Award für die beste Dokumentation innerhalb des Gemini Award nominiert. 2003 gab es mit dem Film The Tree That Remembers eine erneute Nominierung für diesen Award. 2007 produzierte sie den mehrfach ausgezeichneten Film Up the Yangtze, 2008 RiP!: A Remix Manifesto. Zuletzt war sie Produzentin der Folge Gambling Boys aus der Dokumentarfernsehserie The Passionate Eye.

Über ihr Privatleben ist nur bekannt, dass sie in Montreal lebt(e) und ihr Sohn Jesse Bochner ebenfalls Dokumentarfilme produziert.

Filmografie (Auswahl)

wenn nicht anders angegeben in der Produktion

Einzelnachweise

  1. ↑ BRIEFLY N.Y. Art Museum Honors the NFB. In: The Globe and Mail. 26. November 1980 (englisch, abrufbar bei ProQuest unter der Id 386800121).
  2. ↑ The Museum of Modern Art Announces. In: The Independent Film & Video Monthly. Januar 1985, S. 5 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 15. März 2026]).
  3. ↑ Genie nominees. In: Toronto Star. 17. Februar 1988, S. B1 (englisch, Abrufbar bei ProQuest unter der Id 435721554).
  4. ↑ Christoper Harris: 2 Canadian films among nominees David Foster and Micheke Burke also in running. In: The Globe and Mail. 18. Februar 1993, S. D.2. (englisch, Abrufbar bei ProQuest unter der Id 385307111).
  5. ↑ Sally Bochner. In: awardsdatabase.oscars.org. Abgerufen am 15. März 2026 (englisch).
  6. ↑ A Weekly Listing of Federal Cabinet Orders in Council & Ministerial Orders. Band 18, Nr. 1, 10. Januar 1997, Nummer 1167 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 15. März 2026]).
  7. ↑ A Guide to Federal Programs for the Film and Video Sector. September 1998, S. 30 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 15. März 2026]).
  8. ↑ Film Canada Yearbook 2005. Moving Pictures Media, Juni 2005, S. 71 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 15. März 2026]).
  9. ↑ Ellen Vanstone: Fifth estate leads field Geminis to be awarded at galas. In: The Globe and Mail. 14. Januar 1998, S. C.1. (englisch, Abrufbar bei ProQuest unter der Id 387158105).
  10. ↑ Academy announces Gemini Documentary, News and Sports nominees. In: Canada Newswire. 26. August 2003, S. 1 (englisch, Abrufbar bei ProQuest unter der Id 455707349).
  11. ↑ Meet Our 2Ducks. In: 2ducksmedia.com. Abgerufen am 15. März 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Bochner, Sally
KURZBESCHREIBUNG kanadische Filmproduzentin und Drehbuchautorin
GEBURTSDATUM vor 1980