Samuel Cornut (* 28. Juni 1861 in Aigle; † 1. Mai 1918 in Thonon) war ein französischsprachiger Autor aus der Schweiz. Er gilt als Vorläufer der Moderne.
Cornut kam als Sohn eines Landwirts und Weinbauern in Aigle im Kanton Waadt zur Welt. Er studierte an der Universität Lausanne und schloss mit dem Lizenziat (lic. phil.) ab. Später lebte er in Paris. Er war mit der Lehrerin Caroline Cloquié verheiratet. Zu seinem Freundeskreis gehörten Édouard Rod, Philippe Monnier und Henri Warnery. Für Eugène Rambert war er als Sekretär tätig.
Cornut schrieb für eine Reihe sozialemanzipatorischer Zeitschriften. In einer Déclaration, die als Begleittext zu seiner Schrift Regards vers la montagne (1895) erschien, äußerte er sich kritisch über geistige Enge und Moralismus der Westschweizer Literatur. Seine Romane L’Inquiet (1900) und Le Testament de ma jeunesse (1903) sind im Stil des Fin de Siècle gehalten. Für seinen historischen Roman La Trompette de Marengo erhielt er 1909 den Prix Rambert, einen alle drei Jahre verliehenen Literaturpreis für französischsprachige Schweizer Literatur.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cornut, Samuel |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Autor |
| GEBURTSDATUM | 28. Juni 1861 |
| GEBURTSORT | Aigle, Kanton Waadt, Schweiz |
| STERBEDATUM | 1. Mai 1918 |
| STERBEORT | Thonon, Département Haute-Savoie, Frankreich |