Sandling

Sandling
Westseite von der Vorderen Sandlingalm
Westseite von der Vorderen Sandlingalm
Höhe 1717 m ü. A.
Lage Steiermark, Österreich
Gebirge Totes Gebirge
Dominanz 4,2 km → Loser
Schartenhöhe 806 m ↓ Waldgraben
Koordinaten 47° 39′ 23″ N, 13° 42′ 51″ OKoordinaten: 47° 39′ 23″ N, 13° 42′ 51″ O
Sandling (Steiermark)
Sandling (Steiermark)
Gestein Plassenkalk, Tressensteinkalk, Oberalmer Schichten
Alter des Gesteins Oberjura
Besonderheiten Salzbergwerk Altaussee
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Sandling Kugelpanorama
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|300x300px|Panoramabild des Sandling im Winter]]
Panoramabild des Sandling im Winter
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Der Sandling ist ein 1717 m ü. A. hoher, alleinstehender Berg am Südwestrand des Toten Gebirges. Der Gebirgsstock liegt im Ausseerland in der Region steirisches Salzkammergut knapp an der Grenze zu Oberösterreich und birgt die größten Salzvorkommen Österreichs.

Salzbergbau

1993 wurde am Südhang des Berges auf 1000 m Seehöhe eine römerzeitliche Siedlung (Michlhallberg) aus dem 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr. entdeckt. Es wird dort bereits ein römerzeitlicher Salzbergbau vermutet.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ausseer Salzbergbaus wird auf 1147 datiert. In der Frühzeit stellte man das Salz direkt am Fuße des Berges her, ab dem 13. Jahrhundert wurde es über Soleleitungen in die Saline Bad Aussee geleitet. 1906 erfolgte der Bau einer Soleleitung von Altaussee nach Bad Ischl zur Weiterleitung zur Saline in Ebensee am Traunsee. Seit der Stilllegung der Saline in Bad Aussee 1983 wird die Sole ausschließlich nach Ebensee geleitet, wo heute die Salzverhüttung der Abbaugebiete Altaussee, Hallstatt und Bad Ischl vorgenommen wird. Der Abbau in Altaussee ist bis heute in Betrieb und mit einer Produktion von 550.000 Tonnen Salz (2005) die größte Salzgewinnungsstätte Österreichs.

Während der Jahre 1943 bis 1948 befand sich im Salzbergwerk der Bergungsort Salzbergwerk Altaussee. Dort wurden Kunstschätze aus Österreich und wesentliche Teile der von nationalsozialistischen Organisationen für Adolf Hitler, Hermann Göring und Joseph Goebbels geraubten Beutekunst aus ganz Europa eingelagert.

Heute sind Teile des Bergwerks als Schaubergwerk für Besucher zugänglich.

Name

Der Sandling wird in Altaussee oft auch einfach „Soizbärig“ (= Salzberg) oder „Bärig“ (= Berg) genannt, was seine historisch wichtige wirtschaftliche Bedeutung für den Ort widerspiegelt.

Bergsturz

In der Nacht vom 12. auf den 13. September 1920 kam es am Sandling zu einem massiven Bergsturz. Der rund 1700 m hohe Sandlingturm an der Westwand brach ab. Die über sechs Millionen Kubikmeter Kalkgestein der Felszinne verschütteten Teile der Vorderen Sandlingalm. Die starke Verformbarkeit des Salzstockes führt immer wieder zu Spannungen und Brüchen in den überlagernden Kalkschichten.

Zustiege & Wanderwege

Am Fuße des Berges befindet sich ein ausgedehntes Almgebiet mit der Vorderen Sandlingalm und der Ausseer Sandlingalm.

Literatur & Karten

Commons: Sandling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. ↑ Gerald Grabherr u. a.: Michlhallberg. Die Ausgrabungen in der römischen Siedlung 1997–1999 und die Untersuchung an der zugehörigen Straßentrasse (= Schriftenreihe des Kammerhofmuseums Bad Aussee. Band 22). Verein der Freunde des Kammerhofmuseums, Bad Aussee 2001, S. 11, 103.
  2. ↑ aeiou, Österreich Lexikon: Salz. Abgerufen am 17. Juli 2012.
  3. ↑ Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1920, Nr. 17–20. 1920, abgerufen am 17. Juli 2012.
  4. ↑ interpraevent.at (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2025. Suche im Internet Archive) Internationales Symposium 'INTER PRAEVENT 1984 — VILLACH' (PDF; 1,2 MB).
  5. ↑ Achtung: Die Datenbasis hat sich geändert; bitte Ergebnis überprüfen und SBB=1 setzen, wenn Ergebnis sinnvoll.