| Sandrapunzeln | ||||||||||||
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Berg-Sandglöckchen (Jasione montana) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Jasione | ||||||||||||
| L. |
Die Sandrapunzeln, Sandglöckchen oder Teufelskrallen (Jasione) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Die etwa 15 Arten sind von Europa bis in den Mittelmeerraum verbreitet.




Jasione-Arten sind ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die Blattspreiten sind einfach.
Die kugeligen Blütenstände enthalten meist viele Blüten. An der Basis der Blütenstände sind ein oder mehrere Hüllblätter, aber keine Trag- oder Deckblätter vorhanden. Es sind höchstens kurze Blütenstiele vorhanden.
Es lässt sich nur bei Betrachtung der endständigen Blüten eine „glockige Blütenform“ erkennen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Zwischen den fünf Kelchzipfeln gibt es keine Anhängsel. Die fünf Blütenkronblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die fünf Kronlappen sind linealisch-lanzettlich. Es sind fünf Staubblätter vorhanden. Die freien Staubfäden sind pfriemförmig. Die Staubbeutel sind meist an ihrer Basis miteinander verbunden. Der in der oberen Hälfte behaarte Griffel endet in zwei Narben.
Die Kapselfrüchte öffnen sich mit zwei Fruchtklappen im oberen Bereich.
Es gibt sowohl rein diploide wie auch polyploide Jasione-Arten. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12, es gibt neben den diploiden auch tetra- und hexaploide Arten. Im Fall von Jasione montana var. litoralis kann es durch das Vorkommen von β-Chromosomen zu Abweichungen kommen (n = 6 + 1β).
Die Jasione-Arten gedeihen meist an kalkarmen, sonnigen und trockenen Standorten.
Die Gattung Jasione wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 928 aufgestellt. Der Gattungsname Jasione soll an Iasion erinnern, eine Figur der griechischen Mythologie. Synonyme für Jasione L. sind: Ovilla Adans., Jasionella Stoj. & Stef., Urumovia Stef.
Die Gattung Jasione ist von West- über Mittel-, Nord-, Ost- bis Südosteuropa und im Mittelmeerraum bis Westasien verbreitet. Wenige Arten sind in einigen Gebieten Neophyten. In Europa kommen etwa neun Arten vor.
Die Gattung Jasione umfasst etwa 15 Arten, hier mit ihrer Verbreitung: