
Sangha (Pāli: सङ्घ saṅgha; Sanskrit: संघ saṃgha, dt. etwa Versammlung; Thai: สังฆัง S̄ạngḳhạng) bedeutet in der buddhistischen Terminologie „Versammlung“, „Menge“ oder auch „Gemeinschaft“. Das Wort „Sangha“ ist in Pāli maskulin, allerdings ist im Deutschen auch die weibliche Form, „die Sangha“ (angelehnt an „Gemeinschaft“, „Gemeinde“), verbreitet.
Je nach buddhistischer Tradition wird zwischen verschiedenen Begriffsanwendungen unterschieden:
Unabhängig von der genauen Definition gehört der Sangha in allen Traditionen zu den drei Juwelen (Vorbildern) des Buddhismus, durch deren Zufluchtnahme man den Buddhismus annimmt.
Die Annahme, dass alle Buddhisten, insbesondere die Mitglieder der Sangha, Vegetarismus praktizieren, ist eine westliche Fehleinschätzung. Im Pali-Kanon lehnte Buddha einen Vorschlag von Devadatta ab, die Vegetarismus-Regel für die Sangha einzuführen. Gemäß den Pali-Texten konsumierte der Buddha Fleisch, solange das Tier nicht speziell für ihn getötet wurde. Gemäß den Pāli-Sutren ist es den Sangha-Mitgliedern gestattet, alles zu essen, was ihnen von Laien gespendet wird, wobei sie jedoch kein Fleisch essen dürfen, wenn sie wissen oder vermuten, dass das Tier speziell für sie getötet wurde. In der Theravada-Tradition wird folglich kein strikter Vegetarismus praktiziert, auch wenn der Einzelne dies nach seiner persönlichen Entscheidung tun kann.
Der Begriff Sangharama (oder saṁghārāma) bezeichnet ganz allgemein ein buddhistisches Kloster oder Heiligtum.