Sangiban war ein alanischer König des 5. Jahrhunderts zur Zeit von Attilas Einfall in Gallien (451).
Er war Nachfolger von Goar als König der alanischen Foederati, die in der Region um Aurelianum (das heutige Orléans) angesiedelt waren. Laut Jordanes hatte Sangiban Attila vor der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern versprochen, die Stadttore zu öffnen und Aurelianum den Hunnen zu übergeben. Letztendlich entsprach dies nicht den Tatsachen, oder Sangiban entschied sich am Ende anders. Auf jeden Fall blieb er Rom gegenüber loyal und verteidigte die Stadt. Dies zwang die Hunnen zu einer für sie unüblichen Belagerung. Diese konnte am 14. Juni von Flavius Aëtius, dem Heermeister der Römer, vereitelt werden.
Drei Monate später befehligte Sangiban die alanischen Einheiten, vermutlich darunter auch die berühmten Kataphrakten, bei der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Aufgrund der vorherrschenden Gerüchte über Sangibans Untreue wird vermutet, dass die Römer ihn im Zentrum der Schlachtlinie gegenüber den Hunnen platzierten, um ihn daran zu hindern, die Seiten zu wechseln. Somit hätten die Alanen die Hauptlast des hunnischen Angriffs getragen, während die Goten den Hunnen in die Flanke hätten fallen und sie schließlich zurückdrängen können.
Jordanes überliefert nicht, ob Sangiban die Schlacht überlebte. Die Alanen von Aurelianum wurden jedoch wenige Jahre später von den Westgoten unterworfen und in das gotische Reich von Toulouse eingegliedert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sangiban |
| KURZBESCHREIBUNG | alanischer König |
| GEBURTSDATUM | 4. Jahrhundert oder 5. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 5. Jahrhundert oder 6. Jahrhundert |