



Santa Chiara war eine venezianische Kirche und ein Nonnenkloster, die sich südwestlich des heutigen Bahnhofs Venezia Santa Lucia auf einer kleinen Insel befanden. Das Kirchengebäude am Westrand des Sestiere Santa Croce reicht bis in das Jahr 1236 zurück. Abgerissen wurde die unter Napoleon aufgehobene Kirche im Jahr 1819.
Die Kirche wurde im Jahr 1236 von Giovanni Badoer an Costanza Calbo verschenkt, eine Franziskanerin. Sie sollte dort ein Kloster errichten lassen. So entstand eine Nonnengemeinschaft mit einer Kirche, die Santa Maria Mater Dei geweiht war und kurz darauf der Heiligen Clara gewidmet wurde.
Nach ihrer Zerstörung durch einen Brand im Jahr 1572 wurde sie wieder aufgebaut, jedoch erst im April 1620 geweiht, nämlich vom Patriarchen von Venedig Giovanni Tiepolo.
Kirche und Kloster wurden 1806 während der napoleonischen Herrschaft geschlossen. 1819 wurde die bereits ausgeplünderte Kirche abgerissen und die gesamte Insel wurde zu einem Militärkrankenhaus. Von den ursprünglichen Gebäuden ist heute nur noch das Kloster partiell erhalten, das seit 1960 Sitz der Questura (Polizeidirektion) von Venedig ist.
Koordinaten: 45° 26′ 24″ N, 12° 19′ 1″ O