Sarah Bigall (geb. Fingarow;* 1987 in Perleberg) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie ist seit 2011 Verordnete in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf für die Linke.
Bigall wuchs in Berlin-Hellersdorf auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Soziale Arbeit (Bachelor) und Lehramt Arbeitslehre und Sozialkunde (Master). Später leitete sie über mehrere Jahre eine Einrichtung für Geflüchtete in Berlin-Biesdorf. Zuletzt war Bigall bei der Volkssolidarität Berlin als Bereichsleiterin Flucht und Migration tätig.
Laut eigenen Angaben politisierte sich Bigall bereits in ihrer Jugend im Rahmen von Schülerprotesten gegen die Abschaffung der Lernmittelfreiheit, unter anderem organisierte sie einen großen Schülerstreik im Bezirk. Später beteiligte sie sich auch an Schülerstreiks gegen den Afghanistan- und den Irakkrieg. Bigall engagierte sich ab 2001 in der Jugendorganisation solid der PDS (später Die Linke). Seit 2010 ist sie Mitglied der Partei Die Linke.
Seit den Bezirkswahlen 2011 ist Bigall Verordnete in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf für die Linke. Sie wurde auch bei den Wahlen 2016, 2021 und 2023 in das Bezirksparlament gewählt. Zuletzt hatte sie dort gemeinsam mit Björn Tielebein den Vorsitz der Fraktion Die Linke inne.
Der Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf nominierte sie für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2026 im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 2 sowie auf den ersten Platz der Bezirksliste. In ihrem Wahlkreis erreichte Bigall 23,9 Prozent und verfehlte damit den direkten Einzug, zog jedoch über die Bezirksliste ins Parlament ein. Gleichzeitig kandidierte sie erfolgreich für die Bezirksverordnetenversammlung als Spitzenkandidatin ihrer Partei.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bigall, Sarah |
| ALTERNATIVNAMEN | Fingarow, Sarah |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (Die Linke), MdA |
| GEBURTSDATUM | 1987 |
| GEBURTSORT | Perleberg |