Seit 1994 ist Nemitz mit Lutz Hübner verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter, die 1997 geboren wurde.
Dramatisches Werk
Seit 2001 besteht eine kontinuierliche künstlerische Zusammenarbeit mit ihrem Mann Lutz Hübner. Die beiden treten als Autorenduo für Dramen und Drehbücher auf. Zwei ihrer gemeinsam verfassten Dramen wurden von Nemitz und Hübner auch in Drehbücher umgearbeitet, so Frau Müller muss weg!, als Drama 2010 im Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt. In der Verfilmung durch Sönke Wortmann erhielten sie für diese Umarbeitung im Jahr 2015 den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Bestes Drehbuch.
Die Uraufführung von Die Firma dankt fand im Januar 2011 ebenfalls im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden statt. Das Stück, das den Werteverlust in der modernen Unternehmenskultur illustriert, wurde von Paul Haratherverfilmt und 2018 in der ARD ausgestrahlt, ebenfalls unter Mitarbeit von Nemitz und Hübner am Drehbuch.
Unter Bezug auf das im Jahr 2018 am Schauspiel Frankfurt uraufgeführte Furor, ein Stück über den „erstarkenden Rechtsextremismus“ unserer Zeit, schreibt Andreas Falentin im Magazin Die Deutsche Bühne: „Es ist eine große Stärke des Dramatikerpaares Lutz Hübner und Sarah Nemitz, unserer Zeit sozusagen genau aufs Maul zu schauen. Diesen besonderen Blick gestalten sie stets souverän und vor allem mit klarer Haltung und bringen uns so dazu, über uns nachzudenken.“ Furor arbeitete das Autorenduo im Jahr 2019 in eine Hörspielfassung um, die im November 2019 im Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt wurde.
Hübner und Nemitz zählen zu den produktivsten und meistgespielten zeitgenössischen Dramatikern Deutschlands. Viele Stücke entwickeln sie in enger Zusammenarbeit mit den uraufführenden Häusern, mit denen sie z. T. schon langjährig zusammenarbeiten, etwa die Schauspielhäuser in Düsseldorf und Frankfurt.
Lutz Hübner und Sarah Nemitz: Theaterstücke. Willkommen / Wunschkinder / Abend über Potsdam / Phantom (Ein Spiel). Verlag Theater der Zeit, Berlin 2017, ISBN 978-3-95749-100-8.
↑Henrike Thomsen:Dramen sind Kunst in der Zeit.In:theaterpolitik.de.27.Mai 2008,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am14.Januar 2016;abgerufen am 11.Oktober 2011.