Sascha-Film

Logo

Die Sascha-Film Produktions GmbH war eine im Bereich der Produktion und des Verleihs tätige österreichische Filmgesellschaft mit Sitz in Wien. Sie war die Nachfolgefirma der traditionsreichen Sascha-Filmindustrie.

Geschichte

Um nach Kriegsende das Verleih- und Vertriebsgeschäft nicht an ausländische Firmen zu verlieren, wurde am 13. September 1946 die Sascha-Film-Verleih und Vertriebsgesellschaft m.b.H. gegründet. Der Firmensitz war in der Kirchengasse in Wien-Neubau. Durch die Wahl des traditionsreichen Namens und des Logos knüpfte man bewusst an die Vergangenheit an. Gesellschafter des dem Handelsministerium und der Creditanstalt (CA) nahestehenden Unternehmens war Karl Ehrlich. Zu den größten Erfolgen dieser Zeit gehörte der von Karl Hartl inszenierte und von der Sascha verliehene Film Der Engel mit der Posaune (1948) mit Paula Wessely in der Hauptrolle.

1954 erfolgte nach dem Zusammenschluss mit der von Karl Hartl und der CA im Jahr 1947 gegründeten Neuen Wiener Filmproduktions-Gesellschaft die Namensänderung auf Sascha-Film Produktionsgesellschaft. Das Unternehmen gehörte nun als Tochterfirma zu 100 % der CA und war auch an der Österreichischen Film-Gesellschaft (ÖFA), ebenfalls eine Gründung von Hartl und der CA, beteiligt. Als Leiter des Unternehmens und Produzent fungierte Herbert Gruber.

Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren produzierte die Sascha-Film unter diesem Namen eine Reihe von (eher belanglosen) Unterhaltungsfilmen. Dazu gehörten auch die drei letzten, als misslungen geltenden Inszenierungen von Willi Forst. Im Jahr 1966 erfolgte im Zuge der durch das Fernsehen ausgelösten Filmkrise vorerst die Einstellung der eigenen Produktion.

In den 1970er Jahren trat das Unternehmen dann als Sascha Wien-Film gemeinsam mit der Wien-Film als Co-Produzentin einiger in Wien gedrehter, internationaler Produktionen in Erscheinung. Diese zwar Star-besetzten, jedoch an den Kinokassen nur leidlich erfolgreichen Filme waren beispielsweise Das Lächeln einer Sommernacht (1977) oder Das Geheimnis der eisernen Maske (1979).

Spielfilme

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ ANNO, Die Weltpresse, 1946-12-20, Seite 6. Abgerufen am 21. November 2022.
  2. ↑ ANNO, Wiener Zeitung, 1946-11-10, Seite 9. Abgerufen am 21. November 2022.
  3. ↑ ANNO, Die Weltpresse, 1947-03-01, Seite 6. Abgerufen am 21. November 2022.
  4. ↑ Armin Loacker (Hrsg.): Im Wechselspiel. Paula Wessely und der Film. Österreichisches Filmarchiv, Wien 2007, S. 170.
  5. ↑ Siehe Vorspann: https://www.youtube.com/watch?v=drQQk1_6xFs
  6. ↑ Information im Film-Abspann: https://www.youtube.com/watch?v=9ZeTM30YryY&t=8319s