Schadenmanagement

Der Begriff Schadenmanagement bezieht sich auf die organisierte Bewältigung von Schäden, insbesondere bei Versicherungen, Mietwagenverleihern, Leasinggesellschaften oder Speditionen.

Arten

Dabei werden zwei Arten unterschieden:

Der Prozess des Schadenmanagements

Je nach Sparte und Unternehmen verläuft der Prozess des Schadenmanagements unterschiedlich. Einige grundlegende Bearbeitungsschritte lassen sich jedoch verallgemeinern:

Prozess des Schadenmanagements
  1. Schadenanlage
    • Ausschluss Doppelanlage
    • Aufnahme der Schadenmeldung
    • Anlage einer Schadenakte
    • Prüfung des Versicherungsschutzes
  2. Schadenbearbeitung
  3. Schadenregulierung/Exkasso
    • Information des Versicherten über das Ergebnis der Beurteilung
    • Anweisung der Zahlung bzw. des Naturalersatzes
    • Regress

IT-Systeme

Bei vielen Versicherungsunternehmen werden im Schadenmanagement noch historisch gewachsene, proprietäre Softwaresysteme eingesetzt, bei denen eine Bearbeitung „aus einem Guss“ nicht möglich ist. Neuere Softwarelösungen nutzen die Möglichkeiten moderner Internet-Technologien. Web-basierte Systeme ermöglichen es allen an der Schadenbearbeitung Beteiligten, wie z. B. Callcenteragents, Außendienstler, Schadenbearbeiter und Gutachtern, mit der gleichen Softwareplattform zu arbeiten.

Innovative Software-Systeme arbeiten dabei dynamisch-objektorientiert (= dynamisch-objektorientiertes Schadenmanagement), d. h. die Systeme vernetzen logisch zusammenhängende Prozesse zu dynamischen Objekten: Abwicklungsschritte innerhalb eines Schadens und aus verschiedenen Schadensfällen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt Schnittpunkte aufweisen, werden zu einem Bearbeitungs-Cluster zusammengefasst. Der Schadenbearbeiter erhält über das System immer neue Bearbeitungsbündel gleicher Art / Charakteristika: Auf diese Weise vereinfachen und beschleunigen solche Systeme die Abwicklung, verhindern Doppelarbeiten und senken dadurch die entstehenden Kosten.

Literatur