| Scheinkastanien | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Castanopsis | ||||||||||||
| (D.Don) Spach |
Die Scheinkastanien (Castanopsis) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Quercoideae innerhalb der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die etwa 140 Arten sind im tropischen und subtropischen Asien verbreitet. Früher zu dieser Gattung gezählte amerikanische Arten werden aktuell anderen Gattungen zugeordnet.



Die Castanopsis-Arten wachsen als immergrüne Bäume oder selten große Sträucher. Die Rinde der Zweige ist anfangs dicht gelblich-braun flaumig behaart (Indument). Die eiförmigen bis ellipsoiden Winterknospen besitzen gegenständige, eiförmige bis linalische Knospenschuppen.
Die Laubblätter sind wechselständig und zweizeilig, bei einigen Arten auch spiralig angeordnet. Der Blattrand ist ganz oder gesägt, selten gelappt. Es sind extrapetiolare Nebenblätter vorhanden.
Castanopsis-Arten sind einhäusig gemischtgeschlechtig (monözisch). Die immer aufrechten, oft rispigen, manchmal ährigen, einfachen Blütenstände, die hier Kätzchen genannt werden, sind gewöhnlich eingeschlechtig.
Behaarte Tragblätter (Brakteen) bedecken je nach Art mehr oder weniger dicht die Fruchtbecher und können stachelartig, selten schuppenartig oder warzig sein. Die männlichen Blüten stehen zu drei bis sieben gruppiert, selten auch einzeln. In männlichen Blüten sind selten acht, meist neun bis zwölf Staubblätter und fünf oder sechs, selten bis zu acht Blütenhüllblätter vorhanden; der rudimentäre Stempel (Pistillode) ist sehr klein sowie dicht mit wolligen Haaren bedeckt. Die weiblichen Blüten stehen einzeln oder gruppiert zu drei bis fünf, bisweilen auch bis sieben. Die weiblichen Blüten besitzen gleich viele, ähnliche Blütenhüllblätter wie die männlichen Blüten. Wenn in den weiblichen Blüten Staminodien vorhanden sind, dann sind sie klein. Die meist drei (zwei bis vier) Fruchtblätter bilden einen meist dreikammerigen Fruchtknoten. Die meist drei (zwei bis fünf) Griffel enden in je einer kleinen, kopfigen Narbe oder es sind flache Terminalporen vorhanden.
Die radiärsymmetrischen oder zygomorphen Achsenbecher, auch Fruchtbecher oder Cupula genannt, stehen einzeln oder zu mehreren auf der teils holzigen Blütenstandsrhachis, bleiben selten geschlossen und umhüllen die Nüsse vollständig oder teilweise. Jeder Fruchtbecher enthält ein bis mehr als vier, kahle bis behaarte, holzige, knochige Nüsse mit Griffel-, Perianthresten auf dem „Umbo“ (Spitzchen), die meist zwei Jahre, selten ein Jahr Reifezeit benötigen. Die mehr oder weniger große Narbe (Hilum) ist kahl und rau. Die Nüsse liegen meist frei in der Cupula.
David Don veröffentlichte 1825 den Namen Castanopsis innerhalb der Gattung Quercus ohne Rang in Prodromus Florae Nepalensis, 56. Im Rang einer Gattung wurde Castanopsis 25. Dezember 1841 durch Spach in Histoire Naturelle des Végétaux. Phanérogames, 11, S. 142, 185 veröffentlicht. Typusart ist Castanopsis armata (Roxb.) Spach. Synonyme für Castanopsis (D.Don) Spach sind: Balanoplis Raf., Callaeocarpus Miq., Chlamydobalanus (Endl.) Koidz., Pasaniopsis Kudô, Shiia Makino.
Die relativ artenreiche Gattung Castanopsis ist vom subtropischen bis tropischen Asien verbreitet. In China gibt es fast 60 Arten, 30 Arten davon kommen ausschließlich dort vor; einige chinesische Arten sind Endemiten in relativ kleinen Arealen. In Thailand kommen etwa 33 Arten vor.




Es gibt etwa 140 Castanopsis-Arten:
Das Holz der meisten Arten wird genutzt. Die wichtigste Arten, die Nutzhölzer liefern sind Castanopsis acuminatissima, Castanopsis argentea, Castanopsis javanica und Castanopsis tungurrut. Handelsnamen sind: berangan, saninten, katia, ko, ko-nam; in Neuguinea oak; in Malaysia chestnut, jertek tangga kata; auf den Philippinen chestnut. Castanopsis-Arten sind gemäß CITES-Regeln (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) nicht geschützt.
Die Nüsse vieler Arten sind essbar.