| Schlomi | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| hebräisch: | שלומי | |
| Staat: | ||
| Bezirk: | Nord | |
| Verw.-Einheit: | Lokalverband | |
| Gegründet: | 1950 | |
| Koordinaten: | 33° 4′ N, 35° 9′ O | |
| Höhe: | 73 m | |
| Fläche: | 5,868 km² | |
| Einwohner: | 7497 (Stand: 2022) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1.278 Einwohner je km² | |
| Gemeindecode: | 0812 | |
| Zeitzone: | UTC+2 | |
Schelomi oder Schlomi (hebräisch שְׁלוֹמִי Schlōmī) ist eine Entwicklungsstadt im israelischen Nordbezirk. Schelomi wurde benannt nach einer wichtigen biblischen Person (Num 34,27 EU) aus dem Stamm Ascher, dessen Gebiet sich hier erstreckte. 2022 hatte Schlomi 7497 Einwohner.
Schelomi wird hauptsächlich von der UJIA (United Jewish Israel Appeal) und jüdischen Jugendorganisationen in Großbritannien unterstützt.
Schelomi befindet sich an Israels Nordgrenze zum Südlibanon, mancherorts nur rund 130 Meter von den Grenzanlagen entfernt, welche teilweise in Zickzacklinie entlang eines Hügels verlaufen. Am 12. März 2002 eröffneten Terroristen in israelischen Uniformen und mit Sturmgewehren bewaffnet das Feuer auf Verkehrsteilnehmer der Nationalstraße 70 bei Schelomi, wobei sechs Israelis, darunter zwei Männer, zwei Frauen und eine Jugendliche, getötet wurden. Im anschließenden Schusswechsel mit eintreffenden Sicherheitskräften wurden beide Angreifer und ein israelischer Soldat getötet. Sieben weitere Israelis wurden verletzt. Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden bekannten sich zu dem Anschlag und gaben an, dass die beiden Angreifer aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Ain al-Hilweh in der südlibanesischen Stadt Sidon stammten.
Der Ort war zudem wiederholt Ziel von Raketenangriffen durch die Hisbollah, darunter am israelischen Unabhängigkeitstag Jom haAtzma’ut 2005 und 2006 sowie während des Libanonkrieges 2006.
Als sich am 7. Oktober 2023 der Terrorangriff der Hamas auf Israel ereignete, begannen auch die Hisbollah und mit ihr verbündete Terrorgruppen aus Solidarität mit der Hamas einen Tag später Angriffe vom Südlibanon aus auf Nordisrael, wobei die rund 7500 Einwohner von Schelomi größtenteils nach Jerusalem, Haifa und Tiberias evakuiert wurden. Bis zum Waffenstillstand am 27. November 2024 wurden im Zuge des Beschusses aus dem Südlibanon über 420 Gebäude in Schelomi zerstört oder beschädigt, darunter das Gemeindezentrum. Die israelischen Streitkräfte besetzten darüber hinaus den Höhenzug über der Stadt, nördlich der Grenze, und hielten diesen auch über den Waffenstillstand hinaus.
Im August 2025 gab die Stadtverwaltung bekannt, dass über 70 Prozent der Einwohner nach Schelomi zurückgekehrt seien.
Im Zuge des Irankrieges kam es ab 2. März 2026 zu einem Wiederaufflammen der Kämpfe mit der Hisbollah, wobei Schelomi erneut unter Beschuss durch Raketen und Drohnen geriet.