| Film | |
| Titel | Scheusal |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Erscheinungsjahr | 1992 |
| Länge | 85 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Deutscher Fernsehfunk |
| Stab | |
| Regie | Bodo Fürneisen |
| Drehbuch | Wolfram Witt |
| Musik | Rainer Oleak |
| Kamera | Jürgen Heimlich |
| Besetzung | |
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Scheusal ist ein deutsches Fernsehfilmdrama von Bodo Fürneisen aus dem Jahr 1992, mit Christine Schorn, Jutta Wachowiak, Walfriede Schmitt und Ursula Werner als Schwestern in den Hauptrollen. Er entstand 1991 durch den Deutschen Fernsehfunk und wurde 1992 als sogenannter Überläuferfilm erstmals in der ARD gezeigt.
In den 1950er Jahren waren die vier Schwestern Corinna, Carla, Constanze und Christiane als „Altmark-Spatzen“ Stars der Schlager-Musikszene. 30 Jahre später erzählen die Geschwister in einer TV-Sendung von Höhepunkten ihrer Karriere. Wenig später erreicht das Quartett ein Telegramm mit der Nachricht, dass ihr Vater im Sterben liegt. Im Krankenhaus angelangt, erfahren die Schwestern unangenehme Wahrheiten von ihrem Vater und werden mit Lügen konfrontiert, an denen auch ihre bereits verstorbene Mutter ihren Anteil hatte. Auch die Schwestern müssen verstehen, dass sie untereinander nicht ehrlich zueinander sind und sich hinter den Fassaden tiefe Abgründe auftun.
Der Film wurde in der Wendezeit konzipiert und 1991 fertiggestellt. In den Hauptrollen brillieren die bekannten Schauspielerinnen Christine Schorn, Jutta Wachowiak, Ursula Werner und Walfriede Schmitt.
Der Film wurde am 6. Mai 1992 erstmals im ersten Programm der ARD gezeigt, als Produktionsfirma wurde der MDR (als Nachfolger des DFF) angegeben. 2001 zeigte ihn der ARD-Sender 1Festival 20 mal, 2021 und 2023 wiederholte ihn der MDR.
Der Filmdienst lobte, Scheusal sei ein „ausgezeichnet gespieltes Kammerspiel, dass die persönlichen Schicksale geschickt mit den politischen Hintergründen verzahnt.“ Dabei wirke aber „die Metaphorik und Endzeitstimmung bisweilen etwas dick aufgetragen“.
Die Fernsehzeitschrift TV Spielfilm gab dem Film zwei Punkte für die „Spannung“ und je einen von drei möglichen Punkten in der Kategorie „Anspruch“. Dort hieß es: „Bröckelnde Fassade als fesselndes Kammerspiel“. Der Film erhielt insgesamt die bestmögliche Wertung, Daumen nach oben.