Schiffermadonna

farbig gefasste Madonnenfigur mit weich fallendem Gewand. Hintergrund moderne Wandbemalung
Die Schiffermadonna in ihrer aktuellen Mauernische

Die sogenannte Schiffermadonna ist eine um 1420 wohl in einer Kölner Werkstatt entstandene spätgotische Marienfigur. Die gekrönte Maria steht aufrecht und hält das Jesuskind auf ihrem linken Arm. Die reich drapierte Gewandung mit tiefen Faltenwürfen und der schwungvolle Körperhaltung ordnet die Figur stilistisch dem Typus der „schönen Madonnen“ zu.

Ursprünglich stammt die 2,05 m hohe Holzfigur aus der Klosterkirche in Walberberg bei Sechtem und kam wohl erst nach der Säkularisation und Auflösung des Klosters im 19. Jahrhundert nach St. Maria in Lyskirchen.

Nachdem das östliche Chorscheitelfenster der Kirche vor 1827 zugemauert worden war, erhielt die Skulptur für eine Zeitlang außen an dieser Stelle ihren Platz und wurde mit einem kleinen Vordach geschützt.

Später wurde sie wieder im Inneren, auf der Nordempore angebracht. Nach 1911 erhielt sie eine neue, mehrfarbige Fassung – zuvor war sie steingrau – und ein neues Gehäuse; ihr neuer Platz war nun ein Mauerwinkel unterhalb der nördlichen Emporentreppe.

Das Gehäuse wurde 1930 entfernt, und die Wandbemalung der Nische von Peter Hecker neu gestaltet.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Uwe Westfehling: Köln, St. Maria Lyskirchen. In: Kölner Kirchen und ihre mittelalterliche Ausstattung (= Colonia Romanica. Band 11). Band II. J.P. Bachem, Köln 1992, S. 112, 116.
  2. ↑ Rolf Wallrath: Zwei Rheinische „Schöne Madonnen“. 1939, S. 259.
  3. ↑ Ralf Krombholz: Köln, St. Maria Lyskirchen (= Stadtspuren. Denkmäler in Köln. Band 18). 1. Auflage. J.P. Bachem, Köln 1992, ISBN 3-7616-1033-5, S. 226.
  4. 1 2 Ralf Krombholz: Köln, St. Maria Lyskirchen (= Stadtspuren. Denkmäler in Köln. Band 18). 1. Auflage. J.P. Bachem, Köln 1992, ISBN 3-7616-1033-5, S. 300.
Commons: Schiffermadonna (St. Maria Lyskirchen, Köln) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien