| Schildfische | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gobiesocidae | ||||||||||||
| Bleeker, 1860 |
Die Schildfische (Gobiesocidae), auch Schildbäuche oder Ansauger genannt, sind eine Familie aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae). Sie sind am nächsten mit den Schleimfischartigen (Blenniiformes) verwandt. Die über 170 Arten in etwa 50 Gattungen leben in gemäßigten, subtropischen und tropischen Meeren, wenige auch im Süßwasser und Brackwasser.
Es handelt sich um grundelähnliche, stark spezialisierte Tiere. Die Bauchflossen sind zu einer Saugscheibe, mit der sich die Fische am Untergrund festhalten können, verwachsen. Die Haut hat keine Schuppen, aber eine dicke Schleimschicht. Eine Schwimmblase fehlt. Zu erwähnen wären noch die Genitalpapille der Männchen und das Fehlen von Basi- und Orbitosphenoid im Schädel. Die Kiemen am vierten Bogen fehlen zur Hälfte oder ganz.
Meist werden die Fische nur um die fünf Zentimeter lang, einige nur 2–3 Zentimeter, die größte Art (Chorisochismus dentex) kann 30 Zentimeter lang werden. Die Arten der Gattung Alabes (Unterfamilie Cheilobranchinae) sind aal- („Küstenaale“) oder eigentlich (wegen ihrer geringen Größe) wurmförmig, ihr Saugnapf ist klein oder verschwunden.
Schildfische bewohnen meist Flachgewässer mit felsigem Grund und Algenbewuchs oder leben in Seegraswiesen. Nur wenige Arten kommen in Korallenriffen vor. Einige Arten leben auch in Symbiose mit Wirbellosen, so der Haarstern-Schildbauch (Discotrema crinophila) und der Seeigel-Schildbauch (Diademichthys lineatus). Beim Seeigel-Schildbauch, der zwischen den Stacheln von Diadem-Seeigeln (Diadema sp.) lebt, hat man allerdings festgestellt, dass er die Füßchen der Seeigel frisst. Somit ist es wohl eher Parasitismus.
Die Schildfische werden in neun Unterfamilien unterteilt.

















