| Schlanke Karde | ||||||||||||
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Schlanke Karde (Dipsacus strigosus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dipsacus strigosus | ||||||||||||
| Willd. ex Roem. & Schult. |


Die Schlanke Karde (Dipsacus strigosus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden (Dipsacus) in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae).
Die Schlanke Karde ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 80 bis 200(–250) Zentimeter erreicht. Der Stängel ist zerstreut kurzstachelig. Die Stängelblätter sind gestielt, nicht verwachsen, ungeteilt oder am Grund mit zwei Fiederblättchen.
Die blassgelb gefärbten Blüten sind in einem kugeligen, kopfigen Blütenstand angeordnet. Die abgeblühten Blütenköpfe besitzen einen Durchmesser von (25–)30–45 mm. Die Staubbeutel sind blassgelb bis grünlich gefärbt. Zwischen den zwittrigen, vierzähligen Einzelblüten der Blütenköpfe befinden sich 14–20 mm lange Deckblätter (Spreublätter), welche die Einzelblüten überragen. Die Deckblätter besitzen einen elliptischen Grund, der sich allmählich in die meist längere grannenartige Spitze verschmälert. Sie sind nur auf dem Rücken und nicht an der Spitze bewimpert.
Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die vielen Achänen mit beständigem Deckblatt stehen in einem Fruchtverband zusammen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.
Die Schlanke Karde ähnelt der einheimischen Behaarten Karde. Eine Unterscheidung der beiden Arten ist u. a. durch die unterschiedliche Färbung der Staubbeutel und durch die Unterschiede der Deckblätter hinsichtlich ihrer Länge gegenüber den Blüten und hinsichtlich der Unterschiede ihrer Form und der unterschiedlichen Verteilung ihrer Bewimperung möglich.
Das Verbreitungsgebiet der Schlanken Karde umfasst Aserbaidschan, Armenien, Großbritannien, Tschechien, Dänemark mit Bornholm, Finnland, Deutschland, Georgien, Republik Moldau, Polen, Russland, Nord- und Süd-Kaukasus, Rumänien, Slowenien, Schweden, Türkei, Ukraine, Krim.
In Deutschland ist die Schlanke Karde ein Neophyt.
Die Schlanke Karde kommt an Wegen, Schuttstellen, Böschungen oder Gebüschrändern auf frischen, nährstoffreichen Böden vor.
Die Schlanke Karde wurde 1818 von Johann Jacob Roemer und Josef August Schultes in: Caroli a Linné ... Systema vegetabilium Edition 15bis Band 3 Seite 520 als Dipsacus strigosus erstbeschrieben. Sie übernahmen den Namen von Carl Ludwig Willdenow. Dipsacus strigosus Willd. ex Roem. & Schult. hat das Synonym Virga strigosa (Willd. ex Roem. & Schult.) Holub.