| Schmuckzikaden | ||||||||||||
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Schmuckzikade Bothrogonia sp. aus Indien | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cicadellinae | ||||||||||||
| Latreille, 1825 |





Die Schmuckzikaden (Cicadellinae) sind eine weit verbreitete Unterfamilie der Zwergzikaden (Cicadellidae) innerhalb der Unterordnung der Rundkopfzikaden (Cicadomorpha). Es handelt sich dabei meist um mittelgroße Arten mit lebhafter, auffälliger und bisweilen kontrastreicher Färbung.
Die Tiere sind meist mittelgroß mit lebhafter, auffälliger und bisweilen kontrastreicher Färbung. Die in Zentraleuropa heimischen Arten sind oft recht bewegungsaktiv und daher auffällig. Sie besiedeln sowohl Krautschichten als auch Büsche und Bäume und ernähren sich von Pflanzensäften, die sie mit ihren speziell gebauten, stechend-saugenden Mundwerkzeugen aufnehmen. Sie nutzen den in der Pflanze aufsteigenden Xylem-Saft. Wie bei allen hemimetabolen Insekten verläuft die Entwicklung der Larven direkt, sie und die erwachsenen Tiere besitzen prinzipiell dieselbe Körperstruktur. Mit zunehmendem Alter bilden und vergrößern sich die Anlagen für die Flügel und Genitalarmatur. Die Tiere durchlaufen fünf Larvenstadien. Sie überwintern im Eistadium.
Schmuckzikaden sind weltweit mit ca. 350 Gattungen mit 3100 Arten verbreitet. Der Schwerpunkt ihrer Artenvielfalt liegt in der Ostpaläarktis und vor allem in der Neotropis.
Bei den Schmuckzikaden handelt es sich um eine Gruppe von Zikaden (Auchenorrhyncha), die in vier Tribus gegliedert werden. In Europa kommen neun Arten in sechs Gattungen vor, davon kommen 6 Arten in 4 Gattungen in Mitteleuropa und einschließlich Deutschland vor.
Einige Arten der Unterfamilie können durch die Übertragung von Bakterien und Viren in landwirtschaftlichen Kulturen indirekt als Schädlinge auftreten. So überträgt Homalodisca coagulata, engl. glassy-winged sharpshooter, durch ihre Saugtätigkeit das Bakterium Xylella fastidiosa unter anderem in kalifornischen Weinbergkulturen.
Die Informationen stammen aus folgender Literatur:
Für Einzelaspekte werden folgende Quellen zitiert: