Schule Tieloh

Schule Tieloh
Schulform Stadtteilschule
Gründung 1917 (1914)
Ort Barmbek-Nord
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 35′ 34″ N, 10° 3′ 6″ OKoordinaten: 53° 35′ 34″ N, 10° 3′ 6″ O
Schüler etwa 400
Lehrkräfte 15 Lehrerinnen und 12 Lehrer

Die Schule Tieloh in der gleichnamigen Straße im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord ist einer der Standorte der Emil-Krause-Schule. Vor der Hamburger Schulreform war sie eine Hamburger Grund-, Haupt- und Realschule unter einem Dach.

Geschichte

Gründerjahre

Am 16. November 1914 ist erster Schultag im neuen Gebäude. Der Tieloh beherbergt jedoch zunächst die Rübenkamp-Schule (Genslerstraße), weil dort ein 300-Betten-Lazarett eingerichtet wird.

südliche Gebäudehälfte: Mädchenschule mit 15 Klassen;
nördliche Gebäudehälfte: Jungenschule mit 15 Klassen;
Turnhalle, Zeichen- und Gesangssaal werden gemeinsam genutzt.
Kein Sitzenbleiben; keine Zeugnisse, nur ein Gutachten am Ende der Schulzeit; keine Prügelstrafe oder andere Zwangsmittel; neben dem normalen Unterricht Wahlkurse; wöchentlich ein Ausflugstag; jährlich mindestens eine Klassenreise; Koedukation; Befreiung von Lehrplanverpflichtung und Lernzielen der Grundschule und der Volksschule insgesamt.
Das Kollegium der Jungenschule lehnt es ab, Tieloh-Nord in eine Versuchsschule („Sonderschule“) umzuwandeln.
Die althergebrachten pädagogischen Grundsätze bleiben erhalten: Zeugnisse alle halbe Jahre, Sitzenbleiben, Schläge als Mittel der Erziehung (allerdings nur bei gleichzeitiger Eintragung ins offizielle „Züchtigungsprotokoll“).

Nationalsozialismus

Siehe auch

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Neuzeit

Mit Einführung der Stadtteilschule im Rahmen der Schulreform zum Schuljahr 2010/11 wurde die Tieloh-Schule mit der Schule Fraenkelstraße (ebenfalls in Barmbek-Nord) und dem Emil-Krause-Gymnasium (auf dem Dulsberg) zur Stadtteilschule Barmbek (seit August 2019 Emil-Krause-Schule) zusammengeschlossen. Am Standort Tieloh wird die Jahrgangsstufe 10 sowie die gymnasiale Oberstufe unterrichtet. Ab dem Herbst 2025 soll eine umfassende Sanierung des Gebäudes beginnen. Die Jahrgangsstufen 5–9 bzw. ESA und MSA Klassen finden sich heute am Standort des ehemaligen Emil-Krause-Gymnasiums. Der Grundschulzweig wird an der Stadtteilschule nicht mehr weitergeführt. Die Grundschüler aus dem Einzugsbereich der Schule besuchen benachbarte reine Grundschulen.

Gebäude

Sporthalle
Zugangsgebäude zum Röhrenbunker

Das Schulgebäude wurde 1912 vom Architekten Fritz Schumacher entworfen.

Die Figuren über dem Eingang stammen von Richard Kuöhl.

Auf dem Schulhof befindet sich der Zugang zu einem aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Röhrenbunker. Der Bunker selbst ist durch eingedrungenes Grundwasser überflutet.

Tieloh-Bike

Mit Förderung der Zeit-Stiftung betreiben Schüler eine eigene Firma. Schüler der siebten bis neunten Klassen lernen in Seminaren Buchhaltung, Vertrieb und den Betrieb eines Unternehmens kennen. Ein Einblick in diese Bereiche soll auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Das Geld, das die Schule Tieloh von der Zeit-Stiftung bekommen hat, versuchen die Schüler durch den Verkauf von Fahrrädern wieder hereinzubekommen.

Tieloh Post

Die Tieloh Post war eine Schülerzeitung der Schule, die in einem Wahlpflichtkurs mit zuletzt drei Ausgaben je Schuljahr erstellt wurde.

Commons: Schule Tieloh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ www.tieloh.de (Memento des Originals vom 12. März 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. ↑ Wilhelm Lamszus: "Begrabt die lächerliche Zwietracht unter euch!". Erinnerungen eines Schulreformers und Antikriegsschriftstellers (1881–1965)