Schwirrammer

Schwirrammer

Schwirrammer (Spizella passerina)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Neuweltammern (Passerellidae)
Gattung: Spizella
Art: Schwirrammer
Wissenschaftlicher Name
Spizella passerina
(Bechstein, 1798)
Eine Schwirrammer
Tonaufnahme
Vier Rufe, mit verschiedenen Hintergrundgeräuschen dazwischen.

Die Schwirrammer (Spizella passerina) ist ein kleiner Sperlingsvogel aus der Familie der Neuweltammern. Die Schwirrammer ist in fast ganz Nordamerika verbreitet.

Merkmale

Altvögel haben eine rostfarbene Haube, einen dunklen Schnabel und einen grauen Unterkörper. Sie haben einen braunen Rücken mit dunklen Streifen, braune Flügel mit weißen Strichen und einen schmalen Schwanz. Ihr Gesicht ist grau mit einer horizontalen schwarzen Linie die über das Auge geht.

Lebensraum

Der ursprüngliche Lebensraum der Schwirrammern waren wahrscheinlich Nadelwälder, aber durch Anpassung an die Veränderungen mit der zunehmenden Besiedlung durch Menschen, wurden neue Lebensräume erschlossen. Sie lebt heute in Wäldern, landwirtschaftlich genutzten Flächen, Parkanlagen und in städtischen Vorbezirken in Nordamerika. Die Schwirrammer zieht im Winter nach Mexiko und in die südlichen Bundesstaaten der USA.

Lebensweise

Die Schwirrammern suchen am Boden oder in niedrigen Büschen nach Futter. Manchmal fangen sie auch im Flug Insekten. Die Hauptnahrungsquelle sind Insekten und Samen. Außerhalb der Brutzeit leben die Schwirrammern in Schwärmen. Ihr Gesang ist ein einfaches Trillern. Ihre Nester baut die Schwirrammer üblicherweise in Nadel- oder Laubbäumen und gelegentlich auch auf dem Boden.

Unterarten

Es sind fünf Unterarten bekannt:

Etymologie und Forschungsgeschichte

Johann Matthäus Bechstein beschrieb die Schwirrammer unter dem Namen Fringilla passerina. Als Fundort des Typusexemplar gab er Québec an. Es war Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte der erstmals die neue Gattung Spizella für die Klapperammer (Spizella pusilla) (A. Wilson, 1810) einführte. Erst später wurde auch die Schwirrammer dieser Gattung zugeordnet. Dieser Name ist das Diminutiv des griechischen »spiza σπιζα« für »Fink« und leitet sich wiederum von »spizō σπιζω« für »zwitschern« ab. Das Artepitheton »passerina« stammt vom lateinischen »passerinus« für »Sperling ähnlich« ab. »Arizonae« bezieht sich auf Arizona, da Coues zumindest dort das Verbreitungsgebiet dieser Unterart sah. »Mexicana« bezieht sich auf das Land Mexiko. Nelson nannte die Unterart deshalb auch Mexican Chipping Sparrow. »Pinetorum« ist das lateinische Wort für »auf den Kiefern«, was sich von »pinus« für »Kiefer« ableitet. »Atremaea« leitet sich vom griechischen »atremaios ατρεμαιος« für »still, ruhig« ab.

Literatur

Bücher

Artikel in Journalen

Wikispecies: Schwirrammer – Artenverzeichnis
Commons: Schwirrammer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

alle in englischer Sprache:

Einzelnachweise

  1. ↑ IOC World Bird List Bananaquit, buntings, sparrows & bush tanagers
  2. 1 2 Johann Matthäus Bechstein, S. 544, Tafel 120, Figur 1.
  3. 1 2 Elliott Coues, S. 143.
  4. ↑ Robert Thomas Moore, S. 203.
  5. 1 2 Edward William Nelson, S. 30.
  6. ↑ Osbert Salvin, S. 189.
  7. ↑ Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte, S. 205.
  8. ↑ James A. Jobling, S. 363.
  9. ↑ James A. Jobling, S. 294.
  10. ↑ James A. Jobling, S. 307.
  11. ↑ James A. Jobling, S. 59.