
Das Scientific Computing Center (kurz SCC, ehemals Steinbuch Centre for Computing) ist ein Institut und das zentrale Rechenzentrum des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Das SCC wurde ursprünglich nach Karl Steinbuch, einem Pionier auf dem Gebiet lernfähiger Maschinen, benannt. Er war von 1958 bis zur Emeritierung 1980 Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung und -übertragung an der damaligen Universität Karlsruhe.
Aufgrund von Karl Steinbuchs Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus und seinen völkisch-nationalistischen und frauenfeindlichen Äußerungen setzten sich Amnesty International und die Verfasste Studierendenschaft des KIT letztlich erfolgreich dafür ein, das SCC umzubenennen.
Am 10. November 2023 gab das Präsidium des Karlsruher Instituts für Technologie die Umbenennung zum "Scientific Computing Center" ab dem 1. Januar 2024 bekannt. Begründet wurde dies durch "neue Erkenntnisse zu Steinbuchs Biografie […], die zeigen, dass sich Karl Steinbuch bereits als junger Mensch während der NS-Zeit mit nicht zu billigenden Kriegshandlungen identifizierte".
(Auswahl)
Das SCC betreibt als zentrale Einrichtung die Infrastruktur zur Informationsverarbeitung des Karlsruher Instituts für Technologie. Dazu zählt die Anbindung an die örtlichen Wohnheime sowie an das Deutsche Forschungsnetz und das Landesforschungsnetz BelWü und der Betrieb des Campus-WLANs. Weiter betreibt das Rechenzentrum zehn Poolräume, von denen einer von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet ist, und eine Druck- und Medienausgabe für die Studenten. Das SCC betreibt auch einige HPC-Rechnersysteme. Daneben betreiben auch einzelne Fakultäten und Institute (z. B. Informatik und Physik) eigene Poolräume und Cluster.
Zur Zeit betreibt das SCC drei Parallelrechnersysteme für unterschiedliche Benutzergruppen.
Koordinaten: 49° 0′ 43,5″ N, 8° 24′ 28,9″ O