Seatrain war eine US-amerikanische Rockband, die 1969 aus den Überresten des Blues Project entstanden war und bis 1974 bestand. Die Musik von Seatrain war eine Mischung aus Rock, Bluegrass, Folk und Blues.
In der Besetzung Andy Kulberg (Querflöte, Bass), Roy Blumenfeld (Schlagzeug), Richard Greene (Violine), James T. "Jim" Roberts (Gesang), John Gregory (Gitarre) und Don Kretmar (Saxofon, Bass) nahm das Blues Project 1968 im Marin County sein letztes Album Planned Obsolescence auf. Unmittelbar danach änderte die Band ihren Namen in Seatrain.
Seatrain durchlief einige Umbesetzungen. Spätere Mitglieder waren zunächst Peter Rowan (Gesang, Gitarre), Lloyd Baskin (Gesang, Keyboards) und Larry Atamanuik (Schlagzeug). Vor der Fertigstellung des Albums Watch verließ zuerst der Geiger Richard Greene die Gruppe, ihm folgten Rowan und Atamanuik. Die verbliebenen Musiker Andy Kulberg und Lloyd Baskin sowie der Textdichter Jim Roberts holten als Ersatz den Gitarristen Peter Walsh, den Schlagzeuger Julio Coronado und Bill Elliot, der Keyboards, Akkordeon und Mundharmonika spielte.
Die deutsche Musikzeitschrift Sounds sah die Gruppe 1973 in einer Phase musikalischer Stagnation, für die die personelle Neubesetzung die unausweichliche Konsequenz gewesen sei. Watch sei zwar keine musikalische Offenbarung, dürfe aber „als vielversprechender Neuanfang für die weitere Entwicklung dieser Gruppe betrachtet werden“. Die Kontinuität sichere vor allem das Songschreiberteam Kulberg/Roberts, das den Großteil der Stücke beisteuerte, während mancher Anhänger Greenes Geigenspiel vermissen werde.
Seatrain löste sich 1974 wegen mangelnden kommerziellen Erfolges auf.