Sebastian Nebe (* 1982 in Blankenburg im Harz) ist ein deutscher Maler, der in Berlin lebt und arbeitet.
Sebastian Nebe begann 2002 ein Studium der Grafik und Malerei an der Hochschule für Kunst und Design Halle. Ab 2005 studierte er in der Klasse für Bildende Kunst bei Astrid Klein an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, unterbrochen von einem Studienaufenthalt an der Glasgow School of Art im Jahr 2008. Sebastian Nebe erhielt 2009 sein Diplom und war bis 2012 Meisterschüler bei Astrid Klein. Von 2007 bis 2010 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
2013 erhielt Sebastian Nebe den 10. Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung. Der Preis wird in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig verliehen und der Preisträger von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt.
Seit dem Studium an der HGB Leipzig kreisen die Arbeiten von Sebastian Nebe, seien es großformatige Malereien in Öl auf Papier, Super 8 Filme oder raumgreifende Skulpturen, in filmisch inszenierter Manier um die Frage von Identität. Inspiriert vom Film Noir und zeitgenössischen Filmemachern wie David Lynch oder Lars von Trier sowie von der Theorie Sigmund Freuds vom (Un)heimlichen sind seine mit Hilfe o. g. Gattungen konzipierten Serien Projektionsflächen für verschiedene Seelenzustände und verborgene Geschichten. Die Bildsprache seiner Malereien ist reduziert und hat trotz traditioneller Lasurtechnik in ihrer grafischen Anmutung etwas comichaftes und deswegen sehr zeitgenössisches. Seine Filme und Objekte ergänzen die Malereien und transportieren Nebe’s Themen als Kulissen in den Raum.
Seit der Serie Untitled (Settings) aus dem Jahr 2007 zeigen und reflektieren die Malereien von Sebastian Nebe geheimnisvolle, verlassene Orte oder Landschaften mit menschlichen Relikten. Für seine Beschäftigung mit dem Thema Wald steht exemplarisch das Gemälde mit dem Titel Am Morgen, das sich in der Sammlung Alison und Peter W. Klein im Museum Kunstwerk befindet. Diese Arbeit „erinnert in Bildaufbau und der Farbigkeit an die Gemälde von Caspar David Friedrich, verneint jedoch mit der Thematisierung des zerstörten Waldes jegliche Romantik“.
Mit der Serie Always crashing in the same car (2015), kehrt die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Abbild in die Malerei von Sebastian Nebe zurück.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nebe, Sebastian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 1982 |
| GEBURTSORT | Blankenburg (Harz) |