Seff Heil

Josef „Seff“ Heil (* 29. April 1929 in Alt Sattl, Tschechoslowakei; † 21. Januar 2000 in Amberg) war ein deutscher Volkstumspfleger und -kundler des historischen Egerlandes.

Leben

Josef Heil besuchte zunächst in seinem Geburtsort die Volksschule und danach die Bürgerschule in Falkenau an der Eger. 1943 begann er eine Elektrikerlehre bei der Verwertungsgesellschaft Montanindustrie mbH (ab 1944 Montan-Industriewerke GmbH), wurde aufgrund des andauernden Weltkriegs als 15-Jähriger dann aber zum Wehrdienst herangezogen.

Nach Kriegsende floh er Ende 1945 aus Furcht vor Zwangsarbeit in tschechoslowakischen Bergwerken nach Bayern, wo er von 1948 bis 1950 in Naring bei Miesbach seine Elektrikerlehre nachholte und abschloss. 1957 heiratete er Lore Holl, mit der er später drei Töchter bekam und zog in seine Wahlheimat Sulzbach-Rosenberg. 1958 absolvierte er in Bremen die Meisterprüfung und war fortan als Elektrikermeister und Abteilungsleiter bei der Firma Elektro Grasser in Amberg tätig.

Ehrenamtlich engagierte er sich seit seiner Übersiedelung nach München in mehreren sudetendeutschen Kulturvereinen. Unter anderem war er Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft sowie im Vorstand des Bundes der Eghalanda Gmoin (von 1989 bis zum Tod als Bundesvorsteher) und im Präsidium des Oberpfälzer Kulturbundes aktiv. Für sein kulturelles Engagement erhielt er mehrere Auszeichnungen.

Publikationen

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige
  2. ↑ Seff Heil auf der Website zum Egerland-Brunnen.
  3. ↑ Ingrid Pimpl: Seff Heil – Lebenslauf, Geschichte der Sudetendeutschen Jugend.
Personendaten
NAME Heil, Seff
ALTERNATIVNAMEN Heil, Josef (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Volkstumspfleger und -kundler des historischen Egerlandes
GEBURTSDATUM 29. April 1929
GEBURTSORT Alt Sattl
STERBEDATUM 21. Januar 2000
STERBEORT Amberg