Sekani ist sowohl der Name einer athapaskischen First Nation als auch der gleichnamigen Sprache im Nordosten der kanadischen Provinz British Columbia. Die Sekani nennen sich selbst Tse’khene, Tse Keh Nay, Tsay Keh Dene oder Tθek'ehne, abhängig vom Dialekt, was etwa 'Menschen in den steinigen Bergen' bedeutet. ‘Sekani’ ist eine Anglisierung dieses Terminus. Andere Formen, die gelegentlich gefunden werden (v. a. in älteren Quellen) sind Secunnie, Siccanie, Sikani, und das französische Sékanais. Von den Mountain Men, Trappern und Entdeckern Alexander MacKenzie (gälisch: Alasdair MacCoinnich) oder Simon Fraser wurden sie auch Rocky Mountain Indians oder Big Men genannt. Die benachbarten Kaska nannten manche Sekani-Gruppen Sastotene - ‘Black Bear People’, andere Sekani-Gruppen jedoch Tseloni - ‘Mountain Top People’, die Stämme entlang des Skeena River (die Gitxsan) sowie entlang des Nass Rivers (die Nisga’a) nennen die Sekani hingegen T'set'sa'ut - ‘Volk im Landesinnern’.
Ihr Wohngebiet, das dichten Fichtenwald als auch alpine Tundra umfasste, reichte vom oberen Fraser River nordwärts entlang der Rocky Mountain Trench bis zum Quellgebiet des Kechika River, eines Nebenflusses des Liard River, umfasste das Gebiet um Williston Lake, westwärts über die nördlichen Ausläufer des Takla Lake, sowie entlang des Finlay River und Parsnip River (die zusammen den Peace River bilden). Die Nachbarn der Sekani sind die Tsimshian-sprachigen Gitxsan (auch ‘Gitksan’, früher Interior Tsimshian) im Westen sowie die ebenfalls athapaskischsprachigen Völker der Babine und Witsuwit'en (oder Wet'suwet'en) im Südwesten, Dakelh (früher oft auch Carrier genannt) im Süden, die Daneẕaa (Dunneza, veraltet Beaver) im Südosten sowie die South Slavey (‘Denethah’) und Kaska (‘Kaska Dena’) im Nordosten und Tahltan (auch ‘Nahanni’) im Nordwesten. Wegen der Expansion verschiedener feindlicher Plains Cree- und Woods Cree-Gruppen nach Westen, lebten und leben mehrere Cree-Gruppen im Osten der Sekani.
Die Sekani hatten kulturell und sprachlich so große Ähnlichkeiten mit den benachbarten Daneẕaa, so dass sie als eine Untergruppe der Daneẕaa betrachtet werden, die unter dem Druck der westwärts vordringenden Cree sich in die Berge zurückgezogen hatten. Die Sekani jagten mit eisenbestückten Waffen, die sie laut eigener Auskunft von den westlich lebenden Dakelh durch Handel erworben hatten. Die Sekani standen unter ständigem Druck der Cree und Daneẕaa, die sie von Osten überfielen, als auch von den Secwepemc (oft auch Shuswap genannt), die vom Süden angriffen. Die Beziehungen zu den Dakelh hingegen war freundschaftlich geprägt. Die Gesellschaftsstruktur der Sekani war ähnlich organisiert wie die der Daneẕaa. Jäger gingen östlich der Rocky Mountains auf Bisonjagd und erlegten Elche, Bergschafe und Schneeziegen in ihren heimatlichen Jagdrevieren, und wanderten, den Jahreszeiten und Tieren folgend, von den Talsohlen in die Bergregionen.
Kaska Dena Council
Carrier-Sekani Tribal Council
Independent First Nations
Ihre Sprache, das Sekani oder Tse’khene, wird heute von ca. 30 – 40 (1997 Sharon Hargus) meist älteren Erwachsenen fließend gesprochen und ca. 60 weiteren ist es verständlich. Die meisten Sekani sprechen jedoch heute kanadisches Englisch. Sekani ist daher extrem gefährdet und fast ausgestorben.
Sekani hat 33 Konsonanten:
| bilabial | alveolar | post- alveolar |
velar | glottal | ||||
| centrale | lateraler | nicht labialer | labialer | |||||
| Verschlusslaut | nicht aspiriert | p | t | k | ||||
| aspiriert | ||||||||
| ejektiv | ʔ | |||||||
| Affrikate | nicht aspiriert | ʦ | ʧ | |||||
| aspiriert | ||||||||
| ejektiv | ||||||||
| Nasale | m | n | ||||||
| Frikative- Approximanten |
stimmlos | s | ɬ | ç | x | h | ||
| stimmhaft | z | l | j | ɣ | w | |||
| vorne | zentral | hinten | |
| hoch | i | u | |
| mittel | e | ə | o |
| tief | a |
SEK