SEM 93 von Thales in einem Führungs- und Funkfahrzeug der Bundeswehr
Sender/Empfänger, Mobil (kurz: SEM) ist die bei der Bundeswehr genutzte Bezeichnung für Funkgeräte.
Für die Einzelbezeichnungen wird an diese Abkürzung die Zahl für den jeweiligen Typ angefügt (z.B. SEM 52).
Hersteller ist Standard Elektrik Lorenz (SEL), daher auch SEL SEM 90 usw. Das SEM 93 stammt von der Thales Group, in welche SEL eingegliedert wurde (SEL, dann Alcatel, dann Alcatel SEL, jetzt Thales).
Bekannte Typen:
SEM 25: Fahrzeugfunkgerät, VHF (Very High Frequency / Ultrakurzwelle) 26Megahertz (MHz) –69,95MHz, mit 1Watt (W) und 15W Senderausgangsleistung
SEM 35: Tornisterfunkgerät, VHF 26MHz–69,95MHz, mit 0,15W und 1W Senderausgangsleistung
SEM 52 A: Handfunkgerät, VHF 47MHz–56,975MHz, mit 0,2W Senderausgangsleistung, max. 6 Kanäle über Quarze
SEM 52 S: Handfunkgerät, VHF 46MHz–57,975MHz, mit 1W Senderausgangsleistung, max. 6 Kanäle intern einstellbar
SEM 52 SL: Handfunkgerät, VHF 46MHz–66MHz, mit 1,5W Senderausgangsleistung, max. 12 Kanäle programmierbar
Das Kürzel „SL“ (nur bei SEM 52) bezeichnet die Attribute „Synthesizer“ (also keine Quarze mehr) und „Liquid-Crystal-Display“ (Flüssigkristallanzeige).
Für die fahrzeuggestützten Geräte gibt es auch die entsprechenden Standantennen, dies sind die ASB (Antenne Standbetrieb) für das SEM 25 und die STA-80 (Standantenne) für das SEM 80/90/93.