| Senftenberger See Złykomorojski jazor | ||
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| Blick vom Aussichtsturm auf den See und die Insel | ||
| Geographische Lage | Landkreis Oberspreewald-Lausitz | |
| Zuflüsse | Schwarze Elster | |
| Abfluss | Schwarze Elster | |
| Orte am Ufer | Senftenberg, Buchwalde, Großkoschen, Niemtsch | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 51° 30′ 0″ N, 14° 1′ 0″ O | |
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| Höhe über Meeresspiegel | 99 m | |
| Fläche | 13 km² | |
| Maximale Tiefe | 26 m | |
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Besonderheiten |
künstlich angelegter See, sehr hohe Wasserqualität | |
Der Senftenberger See, niedersorbisch Złykomorojski jazor (obersorbisch Złokomorowski jězor; früher auch als Speicherbecken Niemtsch bezeichnet) liegt im Lausitzer Seenland, einer Kette von Tagebaurestseen. Der See befindet sich an der Grenze von Nieder- und Oberlausitz zwischen der südbrandenburgischen Stadt Senftenberg und deren Ortsteilen Niemtsch und Großkoschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der Senftenberger See gehört mit einer Wasser-Fläche von 1300 Hektar zu den größten nicht natürlich entstandenen Seen Deutschlands. In ihm befindet sich noch eine etwa 250 Hektar große Insel. Der See ist Landeswasserstraße.
Die Fahrzeit von Dresden zum Senftenberger See über die Bundesautobahn 13 beträgt weniger als eine Stunde.
Der See entstand durch die Flutung des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Niemtsch von der Schwarzen Elster aus in der Zeit vom 15. November 1967 bis November 1972.
Die Flutungsmenge betrug anfänglich bis zu 60 Kubikmeter pro Minute. Um die Flutungszeit zu verkürzen, wurde 40 Meter von der ersten Flutungsstelle entfernt ein weiterer Düker mit offenem Gerinne im Mai 1968 in Betrieb genommen. So konnte auch Schmelz- und Regenwasser aufgenommen und die Flutungsmenge auf bis zu 140 Kubikmeter Wasser pro Minute erhöht werden.
Seit der Inbetriebnahme des ersten Strandabschnittes im Jahre 1973 erfreut sich der See als Naherholungsgebiet großer Beliebtheit bei Urlaubern, Badegästen, Surfern und Seglern. Von insgesamt 18 Kilometern Uferlänge sind sieben Kilometer als Badestrand ausgewiesen. Nach 1990 wurden in weiten Abschnitten Uferbefestigungen durchgeführt, da durch den veränderlichen Wasserstand große Teile des Steilufers abzurutschen drohten. Die Tiefe des Sees betrug zu Anfang 40 Meter, neuere Messungen fanden keine tieferen Stellen als 25 Meter mehr.

Von Dezember 2010 bis April 2013 wurde in Senftenberg ein Stadthafen gebaut. Am 23. April 2013 wurde er eröffnet. Es entstanden eine Marina mit über 100 Boots-Liegeplätzen, eine 80 Meter lange schwimmende Seebrücke sowie ein Hafengebäude. Die Baukosten lagen bei 13 Millionen Euro.
Am 13. September 2018 kam es gegenüber dem Strandbereich Niemtsch auf Höhe der Anlegestelle für Fahrgastschiffe zu einer Böschungsrutschung. Infolgedessen wurde zunächst der Seebereich westlich des Stadthafens Senftenberg gesperrt, dann der See für die Schifffahrt und schließlich der gesamte Uferbereich. Daraufhin wurden im Herbst und Winter 2018/2019 aufwändige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, so dass der See im April 2019 wieder freigegeben wurde.
Im Juni 2026 wurden die fünf Seen in der Lausitz – Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See – als „5-Seen-Verbund“ miteinander verbunden.
Die Badewasserqualität wird regelmäßig von unabhängigen Organisationen überwacht. Das Wasser ist so klar, dass man unter günstigen Umständen bis in eine Tiefe von 5 m sehen kann. Der See ist aufgrund seines Fischreichtums (Zander, Hecht, Barsch, Aal, Karpfen, Plötze und Wels) auch ein beliebtes Angelrevier. Problematisch war über lange Zeit der stellenweise saure pH-Wert des Seewassers. Bedingt wird dies durch die allmähliche Zersetzung von eisensulfidhaltigem Abraum zu Schwefelsäure und Sulfaten. Aufgrund der ständigen Verdünnung mit Frischwasser aus der Schwarzen Elster sind davon heute nur noch wenige Stellen im Naturschutzgebiet und der sogenannte Südsee betroffen. Der Senftenberger See ist seit November 2007 ein schiffbares Gewässer und darf motorisiert (max. 12 km/h) befahren werden.
Im Sommer 2026 sollen Recherchen ergeben haben, dass das Wasser im Senftenberger See chemisch beeinträchtigt sein soll.

Im See gibt es eine 250 Hektar große, ebenfalls künstlich angelegte, bewaldete Insel, die 1981 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und wegen der hohen Rutschungsgefahr nicht betreten werden darf. Sie besteht aus aufgeschüttetem Abraum des ehemaligen Tagebaus.