
Sepideh Farsi (persisch سپیده فارسی; * 1965 in Teheran) ist eine iranische Filmregisseurin. Ihr Animationsfilm Die Sirene feiert im Rahmen der 73. Berlinale seine Weltpremiere.
Sie verließ 1984 den Iran und studierte in Paris Mathematik. Ihr Interesse an visueller Kunst und Fotografie haben sie zur Erstellung von Drehbüchern motiviert. Eins ihrer Hauptmotive bei ihrer Arbeit ist das Thema der Identität. Nach einigen Kurzfilmen drehte sie 1998 ihren ersten Dokumentarfilm The world is my home über die iranische Diaspora. Im Jahr 2000 folgte das Porträt eines indischen Filmemachers, Homi D. Sethna, filmmaker, das beim Festival von Bombay mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet wurde, und 2001 Men of Fire über die Feuerwehrleute von Teheran. 2002 drehte sie The journey of Maryam, einen Film zwischen Fiktion und Reportage, der den Weg einer jungen iranischen Frau auf der Suche nach ihrem Vater zeigt.
Farsi war 2009 Jurymitglied für den Leopard for the Best First Feature beim Locarno Film Festival.
2009 drehte sie den Dokumentarfilm Tehran without permission ausschließlich mit einem Mobiltelefon. Der Film ist ein Porträt von Teheran, einer Stadt voller Widersprüche. 2022 entstand den Dokumentarfilm Daughters of Iran aus Zusammenschnitten von Handyvideos aus dem Netz, die die Proteste im Iran dokumentieren, die nach dem gewaltsamen Tod von Mahsa Amini ausgebrochen sind.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Farsi, Sepideh |
| KURZBESCHREIBUNG | iranische Regisseurin |
| GEBURTSDATUM | 1965 |
| GEBURTSORT | Teheran |