Sepp Tezak

Sepp Tezak (2006)

Josef „Sepp“ Tezak (* 20. Juni 1923 in Kapfenberg als Josef Težak; † 12. Dezember 2013) war ein österreichischer Kriminalbeamter sowie Eisenbahnhistoriker, -fotograf und -maler.

Leben

Sepp Tezak wurde am 20. Juni 1923 als uneheliches Kinder der gerichtlich geschiedenen Maria Stocklasek (geborene Težak; * 24. November 1898 in Sauritsch, Untersteiermark) in Kapfenberg geboren und am 30. Juni 1923 auf den Namen Josef getauft. Seine seit 24. Oktober 1922 ledige und nach Sauritsch zuständige Mutter lebte zu dieser Zeit in der Grazer Straße 13 in Kapfenberg. Am 6. Juni 1935 wurde er in Wien gefirmt.

Tezak besuchte in Graz die Schule und erlernte in der Maschinenfabrik Andritz den Beruf eines Maschinenschlossers. Nach seiner Einberufung am 1. Oktober 1942 diente er bei der deutschen Kriegsmarine bei einer Vorpostenflottille zuletzt als Maschinenmaat und kehrte 1945 nach Verwundung und Kriegsgefangenschaft nach Graz zurück. Vom 15. Februar 1946 bis 1. August 1985 war er im Polizeidienst bei der Bundespolizeidirektion Graz, zuletzt als dienstführender Kriminalbeamter, tätig. Neben seiner Familie – er war ab dem 19. April 1947 mit seiner Frau Helga (geborene Muly) verheiratet und Vater zweier Söhne (Helmut Tezak und Edgar Tezak) – und seinem Beruf hatte sich Tezak mehr als ein halbes Jahrhundert der Eisenbahn gewidmet.

Leistungen

In mehr als einem Dutzend Büchern, hunderten Artikeln in Fachzeitschriften, 10.000en Fotos, Dias und Filmaufnahmen hat Tezak die Geschichte der Eisenbahn auf der Südbahnstrecke von Wien bis Triest, besonders in seinem Heimatbundesland Steiermark, dokumentiert.

Zur Illustration historischer Berichte für die kein Bildmaterial zu finden war, malte er mehr als 100 Bilder, die in Ausstellungen unter anderem in Graz und Cilli gezeigt wurden. Dauerleihgaben befinden sich im Technischen Eisenbahnmuseum (TEML) in Lieboch, in Spielfeld und Stainz sowie im Eisenbahnmuseum Ljubljana.

Für dieses umfassende Lebenswerk als Eisenbahnhistoriker, Eisenbahnjournalist und -fotograf wurde ihm am 21. September 2006 der Berufstitel Professor verliehen. Tezak ist somit der erste „Eisenbahnprofessor“ der Steiermark, deren Bahnen er durch ein halbes Jahrhundert dokumentierte.

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

Werke

Auszeichnungen

Commons: Sepp Tezak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Taufbuch Kapfenberg-St. Oswald, tom. VIII, fol. 108 (Faksimile), abgerufen am 13. Oktober 2025
  2. ↑ Professor Sepp Tezak – Polizist und Eisenbahnfreunda. (PDF) In: Echo Graz Nord Ausgabe Nr. 139 vom. Juni 2007, S. 34, abgerufen am 11. Juli 2023.
  3. ↑ Gehrer überreicht Professoren-Urkunden. Abgerufen am 11. Juli 2023.
  4. ↑ Drehscheibe 48
  5. ↑ Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
  6. ↑ KulturServer Graz: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz (Memento des Originals vom 29. November 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Inhaltsverzeichnis als PDF)
  7. ↑ Kleine Zeitung vom 14. Juli 2008, Seite 41.
  8. ↑ Aus dem Stadtsenat: News vom 23. April 2010 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (abgefragt am 28. April 2010)
  9. ↑ Ein Leben für die Eisenbahn (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Graz online (abgefragt am 16. Juli 2010)