Serge Camps

Serge Camps (* 1951) ist ein französischer Weltmusik-Künstler (Gitarre, auch Gesang, Arrangement) mit ukrainischen Wurzeln.

Leben und Wirken

Camps, dessen Vater ein Musiker und dessen Mutter eine Sängerin waren, begann mit 14 Jahren mit dem Gitarrenspiel. Bereits 15-jährig begann er als Bassist in dem in Paris ansässigen russischen Kabarett „La Grande Séverine“ zu arbeiten. 1967 begleitete er Yul Brynner auf dessen Album The Gypsy and I. Mark de Loutchek holte ihn in sein „Balalaika Ensemble“, in dem er Kontrabass-Balalaika spielte. 1968 wurde diese Gruppe als Begleitensemble von Ivan Rebroff engagiert, mit dem sie mehrere Jahre weltweit auftrat und auch aufnahm; 1975 wurde das gemeinsame Album At Carnegie Hall veröffentlicht.

Zwischen 1985 und 1990 besaß Camps mit seinem Vater das Kabarett „La Roue Fleurie“ in Paris, wo Raphaël Faÿs und Angelo Debarre auftraten. 1989 nahm er mit Debarre das Album Gypsy Guitars auf (dem 35 Jahre später ein zweites Album folgte). 1996 gründete er mit Bruno Ossola, Pierre Procoudine Gorsky und Piotr Sapieja das Quartett Opus4, dessen Repertoire sich zwischen rumänischer und russischer Folklore und der Musik der Manouche bewegte. Mit Opus4 arbeitete er die nächsten Jahrzehnte. Er nahm auch mit Arbat, mit Aliocha Dimitrievitch und Boulou Ferré sowie mit Bertie Cortez und mit Swing Deluxe auf.

Diskographische Hinweise

Einzelnachweise

  1. ↑ Angel Romero: Artist Profiles: Serge Camps. In: World Music Central. 12. Juni 2018, abgerufen am 26. Mai 2026 (englisch).
  2. ↑ Michel Dregni: Gypsy Jazz. In Search of Django Reinhardt and the Soul of Gypsy Swing. Oxford University Press, 2008, S. 243.
  3. 1 2 Nigel Jarrett: Reviewed: Angelo Debarre | Simon Linnert, Richard Andersson, Allan Mednard | Juan Carmona. In: Jazz Journal. 20. Juli 2025, abgerufen am 26. Mai 2026 (englisch).
  4. ↑ Opus 4. In: djangostation.com. Abgerufen am 26. Mai 2026 (französisch).
Personendaten
NAME Camps, Serge
KURZBESCHREIBUNG französischer Weltmusiker (Gitarre, auch Gesang, Arrangement)
GEBURTSDATUM 1951