| Schwanden–Elm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Elm, Bahnhof und Remise 1968 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 13.8 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1000 mm (Meterspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | (–1969) 800 V (1905–) 750 V = | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 68 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Sernftalbahn (SeTB) war eine elektrische Meterspurbahn (1000 mm) im Schweizer Kanton Glarus, welche von der gleichnamigen privaten Gesellschaft betrieben wurde. Sie führte – meist auf der Talstrasse – von Schwanden aus durch das Sernftal 13,8 Kilometer entlang des namensgebenden Flusses aufwärts bis nach Elm. Die Triebwagen wurden mit Gleichstrom (zuerst 750, dann 800 Volt) aus einem eigenen Wasserkraftwerk und einer Dieselmotor-Generatoren-Gruppe angetrieben. Die Betriebsleitung befand sich in Engi in der Mitte der Strecke. Der Autobetrieb Sernftal (AS) setzte als Nachfolgeunternehmen den Betrieb auf der Strasse fort.

Die Eröffnung des Personenverkehrs fand am 7. August 1905 statt, der Güterverkehr folgte am 4. September 1905. Er war besonders für die Textilindustrie und die Steinbrüche im Sernftal von Bedeutung. 1949 wurden drei neue Triebwagen abgeliefert, womit der tägliche Betrieb mit zeitgemässem Rollmaterial abgewickelt werden konnte.
Dennoch wurde die Bahn nach jahrelangen Diskussionen über deren Zukunft im Zuge des Ausbaus der Talstrasse am 31. Mai 1969 eingestellt und durch eine Autobuslinie ersetzt. Die drei Triebwagen aus dem Jahre 1949 konnten an die Aigle–Ollon–Monthey–Champéry-Bahn (AOMC) für deren Talstrecke Aigle–Ollon–Monthey verkauft werden. Von dort wurden sie dann an Stern & Hafferl in Österreich weiterverkauft, wo zwei bis 2016 auf der Lokalbahn Vöcklamarkt–Attersee im Betrieb standen. Von der Infrastruktur sind die ehemaligen Bahnhofsgebäude in Engi und in Elm bis heute erhalten geblieben.
Der Unternehmensname Sernftalbahn wurde mit der Betriebsumstellung in Autobetrieb Sernftal geändert. Dieses Busunternehmen betreibt neben der Hauptlinie auch einige Regionallinien in und um Schwanden. Seit den 1990er Jahren ist der Autobetrieb Sernftal für die Bahnersatzkurse zwischen Schwanden und Linthal zuständig.



Seit April 2009 existiert das Sernftalbahnmuseum (www.sernftalbahn.ch), das die ehemalige Bahnstrecke zum Thema hat. Es wird durch den seit Oktober 2006 bestehenden Verein Sernftalbahn betrieben. Das Museum ist von Engi-Vorderdorf auf das Areal des ehemaligen Endbahnhofes Elm umgezogen, wo einige Exponate über die warme Saison im Freien ausgestellt sind, so die beiden restaurierten Triebwagen BDe 4/4 Nr. 5 und 6 und der 2021 von der Rhätischen Bahn (RhB) erworbene Diesel-Rangier-Traktor Tm 2/2 Nr. 26. Ebenfalls wiederhergestellt wird die Schienenanlage in Anlehnung an die ursprüngliche Stationsanlage Elm, das Stationsgebäude und die historische Remise.