Sharon Brehm

Sharon Stephens Brehm (* 18. April 1945 in Roanoke; † 30. März 2018 in Bloomington) war eine US-amerikanische Sozial- und Klinische Psychologin und Professorin an der University of Kansas.

Leben

Sie wurde geboren in Roanoke und wuchs dort auch auf. Sie erwarb einen Bachelor an der Duke University sowie einen Master of Arts in Sozialwissenschaften an der Harvard University. Zurückgekehrt an die Duke University promovierte sie zum Ph.D. in Klinischer Psychologie.

Danach war sie 15 Jahre lang Dozentin am Fachbereich Psychologie der University of Kansas, wo sie auch zur Professorin ernannt und zur Leiterin des Honors-Programms des Colleges berufen wurde. Anschließend war sie Dekanin des Harper College of Arts and Sciences an der State University of New York in Binghamton, Prorektorin an der Ohio University und von 2001 bis 2003 Kanzlerin der Indiana University Bloomington. Im Jahr 2004 war sie als Seniorberaterin des Präsidenten der Indiana University tätig und plante, 2005 wieder eine Vollzeitstelle als Professorin für Psychologie anzunehmen.

2007 war sie Präsidentin der American Psychological Association. Während ihrer Amtszeit setzte sie sich für die Erhöhung der Mitgliederzahl der APA, die Internationalisierung der Psychologie und die Einbindung anderer wissenschaftlicher Organisationen und Verlage in die Aufrechterhaltung des Peer-Review-Systems ein. Sie gründete die „Presidential Task Force on Integrative Health care for an Aging Population“ und (mit der Society for Research in Child Development) die „Task Force on Math and Science Education“ sowie die „Presidential Task Force on Institutional Review Boards and Psychological Science“.

Werk

Ihre Forschung befasste sich mit Empathie und Selbstfokussierung sowie mit den Auswirkungen psychologischer Reaktanz, wobei sie die Reaktanztheorie von Jack W. Brehm auf den Bereich der klinischen Psychologie übertrug. Als klinische Psychologin hatte sie sich auf Kinder- und Jugendpsychologie spezialisiert, wandte sich aber zunehmend der Sozialpsychologie zu und setzte sich für die Integration von klinischer und Sozialpsychologie ein. Zu ihrem Arbeitsspektrum gehörten auch die Bereitstellung professioneller Ratschläge für die Allgemeinheit, wie in dem Buch „Hilfe für Ihr Kind: Ein Leitfaden für Eltern zu psychologischen Beratungsstellen“.

Ehrungen/Positionen

Privates

1968 heiratete sie den Psychologen Jack W. Brehm (* 1928; † 2009), bei dem sie als Assistentin gearbeitet hatte. Obwohl sie sich einige Jahre später scheiden ließen, arbeiteten sie weiter zusammen und beide waren sogar Co-Autoren eines Buches. Sie verstarb mit 72 Jahren an den Folgen der Alzheimer-Krankheit, die sich bei ihr ab 2010 manifestiert hat.

Publikationen (Auswahl)

Monografien
Herausgeberschaften
Zeitschriftenbeiträge

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Sharon Paine Stephens Brehm auf allencares.com, abgerufen am 10. April 2026.
  2. ↑ Biography of Sharon Stephens Brehm, Ph.D. auf Ther New York Times, abgerufen am 10. April 2026.
  3. ↑ Sharon Stephens Brehm, PhD. 2007 APA President auf apa.org, abgerufen am 13. April 2026.
  4. ↑ Dann Denny: Sharon Brehm on living with Alzheimer’s: ‘This is my new reality’ auf Indiana University vom 10. September 2013, abgerufen am 13. April 2026.
Personendaten
NAME Brehm, Sharon
ALTERNATIVNAMEN Brehm, Sharon Stephens (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanische Sozial- und Klinische Psychologin
GEBURTSDATUM 18. April 1945
GEBURTSORT Roanoke
STERBEDATUM 30. März 2018
STERBEORT Bloomington