| Sharpedrongo | ||||||||||||
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Sharpedrongo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dicrurus sharpei | ||||||||||||
| Oustalet, 1879 |
Der Sharpedrongo (Dicrurus sharpei) ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).
Der Vogel kommt vom südlichen Südsudan und Westkenia bis zur Demokratischen Republik Kongo und Nigeria östlich des Nigerflusses und südlich des Benue vor.
Als eigenständig beschrieben, wurde die Art lange als Unterart (ssp.) des Geradschwanzdrongos (Dicrurus ludwigii) angesehen und dann als Dicrurus ludwigii sharpei bezeichnet.
Aufgrund genetischer Untersuchungen wurde die Art jedoch wieder als eigenständig abgetrennt.
Der Lebensraum umfasst eine breite Vielfalt von Habitaten, besonders Waldränder, Waldinseln, baumbestandene Savanne, Lichtungen, Sekundärwald, auch Galeriewald mit dichtem Unterwuchs, auch Waldreste in der Nähe von Dörfern.
Der Artzusatz bezieht sich auf Richard Bowdler Sharpe.
Der Vogel misst 18–19 cm und wiegt 26–36 g, ein sehr kleiner Drongo mit fast rechteckigem, nur leicht gekerbtem, an der Oberseite leicht bläulich glänzendem Schwanz. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Das Gefieder ist schwarz, gleichmäßig matt purpur blau glänzend, auch grünlich blau oder violett, insbesondere an der Oberseite und an der Brust. Die Flugfedern sind schwärzlich braun, die äußeren Federn tragen violett blau schimmernde Ränder. Die Unterflügeldecken sind schwärzlich braun und glänzen gleichfalls. Weibchen haben mitunter eine graue Unterseite. Jungvögel sind etwas heller am Steiß und an den Unterschwanzdecken gebändert. Der hakenförmige und kräftige Schnabel ist schwarz, ebenso die Beine und Füße, die Iris ist orange, orangerot oder blutrot.
Im gleichen Ausbreitungsgebiet findet sich der vorzugsweise im Primärwald lebende Glanzdrongo (Dicrurus atripennis), der Sharpedrongo ist deutlich kleiner und glänzt bläulich und nicht grünlich, bevorzugt offenere Waldabschnitte. Der früher als konspezifisch angesehene Geradschwanzdrongo (Dicrurus ludwigii) glänzt bläulich-grün und nicht purpur blau, auch sind die Weibchen unterschiedlich gefärbt und haben weiße Spitzen an den Unterflügeldecken. Der Trauerdrongo (Dicrurus adsimilis) und der Samtdrongo (Dicrurus modestus) bevorzugen unterschiedliches Waldhabitat, sind größer und am Schwanz stärker gegabelt. Vom ähnlich großen Glanzdrongoschnäpper (Melaenornis pammelaina) und Kuckuckswürger (Campephaga flava) unterscheidet sich die Art auch durch die rote und nicht braune Iris.
Die Art wurde lange als monotypisch angesehen, bis der als eigene Art beschriebene Nigerdrongo (D. occidentalis) als Unterart D. s. occidentalis dem Sharpedrongo zugeordnet wurde.
Es werden folgende Unterarten anerkannt:
Der Vogel ist sehr ruffreudig, er verfügt über ein ausgeprägtes Repertoire mit wiederholten zweisilbigen Rufen, einzelnen regelmäßig in verschiedenen Tonhöhen wiederholten Lauten wie „tyip-tyip“ und „toylu, toylu…“ sowie wie Strophen mit plötzlichen Pfeiflauten und Summtönen „dzi-dzi-dzi-dzi-dwee, zer-chi-hooey“ oder „toypulee, chi-chu-hooey“. Paare singen auch im Duett, ferner gibt es Klicklaute wie „tec-why-tyee“ oder „piu-took-why-tyee“. Die lauten Rufe unterscheiden den Vogel leicht vom ähnlich großen Glanzdrongoschnäpper (Melaenornis pammelaina) und Kuckuckswürger (Campephaga flava).
Die Art ist vermutlich ein Standvogel, sie tritt einzeln oder paarweise, auch in kleinen Familiengruppe auf, ist häufig Bestandteil Gemischter Jagdgemeinschaften. Der Vogel wird auf einem nackten Jagdansitz gehört und gesehen. Er sitzt aufrecht und zuckt mit dem Schwanz. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus größeren Insekten, die im Fluge gefangen oder vom Laub abgelesen werden Größere Beute wird mit den Krallen gepackt und mit dem Schnabel zerkleinert.
Die Brutzeit liegt in Westafrika zwischen Februar und Juni, im April in Ghana, im Mai in Liberia und in Nigeria zwischen April und Mai, in Zentralafrika etwa zwischen März und Juni nördlich des Äquators, zwischen September und April südlich davon. Das Nest ist vergleichsweise klein für einen Drongo. Das Gelege besteht aus 2–3 schlicht weißen oder rosa-cremefarbenenEiern mit zarten lila Flecken. Beide Elternvögel brüten.
Der Sharpedrongo gilt als nicht gefährdet (Least Concern).