| Shenius anomalus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Unterfamilie | ||||||||||||
| Sheniinae | ||||||||||||
| Ng, Clark & Cuesta, 2010 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Shenius | ||||||||||||
| Serène, 1971 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Shenius anomalus | ||||||||||||
| (Shen, 1935) |
Shenius anomalus (Syn. Camptandrium anomalum) ist eine Art der Ocypodoidea und einziger Vertreter der Gattung Shenius und der Unterfamilie Sheniinae. Sie bewohnt die Gezeitenzone im zentralen Indopazifik. Die Art kommt vor allem in Südchina und an der malaiischen Halbinsel vor, möglicherweise ist ihr Verbreitungsgebiet aber ganz Südostasien.
Merkmale der Unterfamilie sind ein sechseckiger Carapax mit gut definierten Regionen und mit kurzen steifen Borsten. Die Mundhöhle ist breit und nimmt den größten Teil des Gesichts ein. Merus und Ischium des dritten Maxillipeden sind groß und quadratisch und lassen bei Schluss keine Lücke. Die Schreitbeine sind lang und seitlich am Cephalothorax angebracht. Der rückenseitige Rand der Meri der ersten drei Schreitbeine ist mit deutlichen Dornen bewehrt, die Außenfläche trägt einen Kiel (Carina). Die Sternoabdominalhöhle reicht bei beiden Geschlechtern bis zur Basis der Mundhöhle. Der fünfte Somit des Pleons ist bei Männchen uhrglasförmig. Das erste Gonopodium ist gewunden, schlank und trägt mehrere kurze und lange Dornen.
Der Carapax ist bis zu 5,5 mm lang und ist mit symmetrisch angeordneten Höckern besetzt. Er trägt einen deutlichen Postorbitalzahn und zwei Zähne am vorderen Seitenrand. Finger und Hand der Scherenbeine sind schlank, schmaler werdend und etwa so lang wie die ersten drei Schreitbeine. Die Meri der Schreitbeine haben keine Tympana und entlang des Streckrandes Dornen. Der fünfte Somit ist bei Männchen eingeengt, das Telson ist dreilappig.
Shenius anomalus ist ein reiner Mangrovenbewohner. Die Tiere sitzen am schattigen Ufer in Höhen, die nur bei maximalen Pegelstand überflutet werden. Häufig sind sie an Pneumatophoren zu finden, wo der Schlamm weich und feucht ist. Sie sind häufig unter Holz und abgestorbenen Pflanzenteilen zu finden. Die omnivore Art frisst tagsüber und entfernt sich nicht weit von den selbstgegrabenen Bauen. In den Borsten des Carapax und der Schreitbeine klebt stets Schlamm, welcher der Art zur Tarnung dient.