Kurzripp-Polydaktylie-Syndrome

Klassifikation nach ICD-10
Q77.2 Kurzripp-Polydaktylie-Syndrome
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
LD24.B0 Kurzripp-Polydaktylie-Syndrom
ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion)

Die Kurzripp-Polydaktylie-Syndrome umfassen einige angeborene vererbbare Osteochondrodysplasien mit letalem Verlauf charakterisiert durch kurze Rippen und unterentwickelte Lunge.

Verbreitung

Die Häufigkeit dieser Krankheitsgruppe ist nicht bekannt, die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.

Klinische Erscheinungen

Gemeinsame Merkmale sind:

Hinzu kommen Fehlbildungen des Herzens, des Urogenitalsystemes und Darmes, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, der Epiglottis, Luft- und Speiseröhre.

Klassifizierung

Die internationale Klassifizierung wie in Orphanet hinterlegt umfasst:

Basierend auf morphologisch-radiologischen Kriterien ist folgende erweiterte Unterteilung möglich:

Differentialdiagnose

Ferner finden sich Ähnlichkeiten mit dem Ellis-van-Creveld-Syndrom.

Therapie

Bei geeigneten Patienten ist eventuell ein operativer Eingriff mit dem VEPTR-Verfahren möglich.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 B. Leiber: Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. 7. Auflage. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. Urban & Schwarzenberg, 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. ↑ Eintrag zu Kurzrippen-Polydaktylie-Syndrome. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  3. ↑ W. Schuster, D. Färber (Hrsg.): Kinderradiologie. Bildgebende Diagnostik. Band 1. Springer, 1996, ISBN 3-540-60224-0, S. 316.