Shots & Coups

Shots & Coups
Studioalbum von Frank Paul Schubert, Uwe Oberg

Veröffent-
lichung

1. September 2012

Aufnahme

5. Februar 2012

Label(s)

gligg records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

10

Länge

56:49

Besetzung

Studio(s)

Spielraum Studio Heiligenwald, Schiffweiler

Chronologie
Uwe Oberg & Evan Parker: Full Bloom
(2010)
Shots & Coups Uwe Oberg: Twice, at Least
(2015)

Shots & Coups ist ein Musikalbum von Frank Paul Schubert und Uwe Oberg. Die am 5. Februar 2012 im Spielraum Studio Heiligenwald in Schiffweiler entstandenen Aufnahmen erschienen am 1. September 2012 auf gligg records.

Hintergrund

Der Saxophonist Frank Paul Schubert und der Pianist Uwe Obert haben 2009 angefangen, als Duo zu arbeiten (was Shots & Coups dokumentiert), später auch mit Schlagzeugern wie Christian Lillinger, Baby Sommer und Jörg Fischer gespielt. In der Folge hat sich das Duo zu einem Quartett erweitert: Der britische Bassist Paul Rogers und der Schlagzeuger Mark Sanders stießen hinzu und bildeten gemeinsam das Quartett Rope, das bislang zwei Alben veröffentlichte, Rope (2015) und Open Ends (2020).

Titelliste

  1. Gris de Bonne Heure 8:10
  2. Fiduz I 7:39
  3. Boules & Fields 6:53
  4. Sansevieria 5:05
  5. Roadhouse Mugshot 3:54
  6. Spodumen 4:49
  7. Chant 6:38
  8. Fiduz II 4:14
  9. Country Club 4:13
  10. Paul’s Cab, Again 5:14

Die Kompositionen stammen von Uwe Oberg und Frank Paul Schubert.

Rezeption

Uwe Oberg (Piano) und Frank Paul Schubert (Sopransaxophon) (2017 mit dem Quartett Rope in Niederstetten)

Frank Paul Schubert spiele offenkundig sowohl Sopran- als auch Altsaxophon und widme sich dabei einer Reihe von spontanen Eigenkompositionen; dabei sei seine Erzählweise flexibler als die von Silke Eberhard, während Obergs Klavierspiel weitaus mehr Stilmittel einsetzt als das von Ulrich Gumpert, schrieb Ken Waxman (JazzWord) in einer Doppelbeprechung. So würde sich der Saxophonist beispielsweise in den drei aufeinanderfolgenden Titeln „Sansevieria“, „Roadhouse Mugshot“ und „Spodumen“ von der Erzeugung fast bewegungsloser Luft mit breiten Schwingungen über das Offenbaren von unter Druck stehenden, tiefgestimmten doppelten Zungenstöpen bis hin zum endgültigen Überblasen heftiger Multiphonics bewegen. Als Antwort darauf sei der Pianist überraschend zurückhaltend, mit fast schon der Neuen Musik ähnlichem Klimpern, weitreichenden Klavierechos und Wirbeln sowie Klängen im Innenraum des Klaviers gepaart mit starkem Pedaldruck.

Das bedeute nicht, dass Shots & Coups eine „Abhandlung über Ursache und Wirkung“ ist, aber da beide Musiker Erfahrung mit Duostrategien haben, werde deutlich, dass die vom einen gestellte Herausforderung vom anderen nicht bewältigt werden könne, so Waxman weiter. Schließlich würden Schubert und Oberg in „Paul’s Cab, Again“ einen klimatischen Höhepunkt erreichen, bei dem sie den Balladenstil erreichen, diesen jedoch ohne einen Hauch von Sentimentalität zum Ausdruck bringen. Scharfe Ausbrüche und sanfte Schwingungen seien sorgfältig ausbalanciert. Zuvor hätten sie jedoch jeder für sich bewiesen, dass sich lohnende Improvisationen aus einer Vielzahl von erweiterten Spieltechniken schöpfen lassen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Frank Paul Schubert, Uwe Oberg – Shots & Coups. In: Discogs. Abgerufen am 30. März 2026 (englisch).
  2. 1 2 Silke Eberhard / Ulrich Gumpert. In: JazzWord. 23. August 2013, abgerufen am 31. März 2026 (englisch).