Siegelsum

Siegelsum
Gemeinde Upgant-Schott
Wappen von Siegelsum
Koordinaten: 53° 30′ N, 7° 17′ OKoordinaten: 53° 29′ 52″ N, 7° 17′ 10″ O
Fläche: 4,95 km²
Einwohner: 157
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26529
Vorwahl: 04934
Siegelsum (Niedersachsen)
Siegelsum (Niedersachsen)
Lage von Siegelsum in Niedersachsen

Siegelsum ist ein Ortsteil der Gemeinde Upgant-Schott im Landkreis Aurich in Niedersachsen. Der Ort war bis 1972 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das Dorf Siegelsum etwa einen Kilometer südlich des Kernorts von Upgant-Schott. Westlich des Dorfs liegt das Landschaftsschutzgebiet Niederungsbereich Bollandswater.

Geschichte

Siegelsum gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Aurich des Fürstentums Ostfriesland, das seit 1744 zu Preußen gehörte. Von 1806 bis 1810 gehörte der Ort zum napoleonischen Satellitenstaat Königreich Holland und von 1811 bis 1813 direkt zum Kaiserreich Frankreich. Dort gehörte Siegelsum zum Kanton Marienhafe des Departements Ost-Ems. 1814 fiel der Ort an das Königreich Hannover und kam dort zum Amt Norden. Die Gemeinde Siegelsum fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Norden. Siegelsum wurde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. Juli 1972 Teil der Gemeinde Upgant-Schott, die seit dem 1. August 1977 zum Landkreis Aurich gehört.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1823277
1845194
1871185
1895180
1910174
1925183
1939171
1950251
1961215
1970247
Die Siegelsumer Kirche

Baudenkmale

Die Siegelsumer Kirche, der danebenliegende Friedhof und die zugehörige Kirchwurt stehen unter Denkmalschutz.

Verkehr

Die Bahnstrecke Emden–Jever führt östlich am Dorf Siegelsum vorbei. Der nächstgelegene Haltepunkt ist in Marienhafe.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Siegelsum
  2. ↑ Anton Friedrich Büsching: Erdbeschreibung, sechster Theil. Carl Ernst Bohn, Hamburg 1790, S. 295. (Google Books)
  3. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
  4. ↑ Friedrich Arends: Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes. Wittwe Hyner & Sohn, Emden 1824, S. 127 (google.de).
  5. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 40 (google.de).
  6. ↑ Volkszählung 1871
  7. ↑ Volkszählung 1895
  8. ↑ Volkszählung 1910
  9. 1 2 Michael Rademacher: Norden. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  10. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)