Siegfried Gottwald

Siegfried Gottwald (2004)

Siegfried Johannes Gottwald (* 30. März 1943 in Limbach; † 20. September 2015) war ein deutscher Mathematiker, Logiker und Wissenschaftshistoriker, der vor allem durch seine Beiträge zur Mengenlehre und Logik bekannt wurde.

Leben und Wirken

Gottwald studierte von 1961 bis 1966 Mathematik an der Universität Leipzig. Danach arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent und wurde 1969 bei Dieter Klaua mit der Arbeit Konstruktion von Zahlbereichen und die Grundlagen der Inhaltstheorie in einer mehrwertigen Mengenlehre zum Dr. rer. nat. promoviert. 1972 erlangte er die facultas docendi und 1977 die Habilitation. An der Sektion Philosophie der Universität Leipzig wurde er 1979 Dozent für Mathematische Logik, 1987 außerordentlicher Professor und 1992 ordentlicher Professor für Nichtklassische und Mathematische Logik.

Sein Hauptforschungsgebiet waren unscharfe Mengen und unscharfe Methoden, darüber hinaus mehrwertige Logik und Mathematik- sowie Logikgeschichte. Er war Mitherausgeber des Lexikons berühmter Mathematiker.

Gottwald war mehrere Jahre lang Prodekan der Fakultät Sozialwissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig. 2008 wurde er emeritiert.

Gottwald war verheiratet und wurde Vater dreier Kinder.

Auszeichnungen und Ehrungen

Schriften

Gottwald veröffentlichte über 150 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, Sammelbänden und Lexika.

Monografien

Herausgeberschaften

Einzelnachweise

  1. ↑ Nachruf auf der Internetseite des Instituts für Philosophie der Universität Leipzig (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)
Personendaten
NAME Gottwald, Siegfried
ALTERNATIVNAMEN Gottwald, Siegfried Johannes (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mathematiker und Logiker
GEBURTSDATUM 30. März 1943
GEBURTSORT Limbach
STERBEDATUM 20. September 2015