Siegfried Gumz

Siegfried Gumz
Siegfried Gumz (im Hintergrund, 1971)
Personalia
Geburtstag 2. Mai 1940
Geburtsort Neuhof, Deutsches Reich
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1960–1970 SG Dynamo Dresden 120 (33)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1974–1976 SG Dynamo Dresden II
0000–1985 BSG Chemie IW Ilmenau
1985–1987 BSG Stahl Riesa
1987–1989 BSG Fortschritt Bischofswerda
1989–1991 SV Germania Ilmenau
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Siegfried Gumz (* 2. Mai 1940 in Neuhof) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Sportliche Laufbahn

Siegfried Gumz, gelernter Glasbläser, stammt aus Thüringen und begann seine Fußballerkarriere in Ilmenau. Ab 1959 spielte er für die SG Dynamo Dresden. Ab der Spielzeit 1962/63 gehörte er der 1. Mannschaft im ostdeutschen Oberhaus an, in dem er überwiegend als Mittelfeldspieler zum Einsatz kam. Bis zu seinem Karriereende 1970 absolvierte er insgesamt 120 Oberligaspiele für die später einem Fußballclub gleichgestellte Sportgemeinschaft der Sportvereinigung Dynamo und erzielte dabei 33 Tore. Hinzu kamen zwei Spiele im Europapokal, in dem er 1967/68 bei der ersten Teilnahme Dynamos im Messe-Cup gegen die Glasgow Rangers zum Einsatz kam. Im selben Spieljahr können die Dresdner in der Oberliga nicht die Klasse halten, steigen aber 1968/69 aus der zweitklassigen Liga mit dem zwölffachen Torschützen Gumz wieder in die Beletage des DDR-Fußballs auf. Insgesamt machte er 225 Pflichtspiele mit 71 Toren für Dynamo.

Berufliche Laufbahn

Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er zunächst in Dresden und arbeitete bei der SGD bis 1984 in den unterschiedlichsten Funktionen. Dazu zählten die Rollen als Oberligaassistenztrainer, Nachwuchscoach und Betreuer von Anschlusskadern und Torhütern, aber die Übungsleiterrolle in der Dynamo-Reserve sowie als Mannschaftsleiter. 1984/85 gewann er mit der BSG Chemie IW Ilmenau den Suhler Bezirksligatitel.

Bei der BSG Stahl Riesa übernahm er von 1985 bis 1987 in der höchsten Spielklasse des Ostfußballs den Posten des verantwortlicher und war danach von 1987 bis 1989 als Cheftrainer der BSG Fortschritt Bischofswerda tätig. In dieser Zeit gelang es ihm, den Verein von der DDR-Liga wieder in die erste Spielklasse der DDR zu führen. 1989 wechselte Gumz aus persönlichen Gründen zurück nach Thüringen und war dort bis 1991 Trainer der von Chemie beziehungsweise dem Nachfolger SV Germania Ilmenau. Danach arbeitete er bis zur Rente als Bademeister des örtlichen Freibades.

Gumz war unter dem Decknamen „Klaus Stürmer“ als Gesellschaftlicher Mitarbeiter Sicherheit der DDR-Staatssicherheit aktiv. Er verpflichtete sich 1981. Gumz ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau in Schmiedefeld am Rennsteig.

Literatur

Commons: Siegfried Gumz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ingolf Pleil: Mielke, Macht und Meisterschaft. Ch. Links Verlag, 2013, ISBN 978-3-861-53756-4, S. 106 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs, S. 179
Personendaten
NAME Gumz, Siegfried
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler und -trainer
GEBURTSDATUM 2. Mai 1940