Als Sohn eines Kaufmanns in Basel aufgewachsen, studierte er nach einem Umweg über die Malerei, den er später als Irrtum bezeichnete, Philologie in Basel, Bern und Paris. Er promovierte mit einer Arbeit über Ludwig Amandus Bauers Roman Die Überschwenglichen. Von 1911 bis 1914 war er Dozent für deutsche Literatur an der École normale supérieure in Paris, wo er den englischen Maler Frank Budgen kennenlernte; danach lebte er als Bibliothekar, freier Schriftsteller und Übersetzer in Basel. Lang war von Jugendtagen an eng befreundet mit dem Bildhauer August Suter, der die nebenstehende Büste von ihm schuf. Er hatte offenkundig auch Anschluss an den Kreis, der sich um James Joyce während seines Aufenthalts in Zürich in den Jahren 1916 bis 1918 bildete.
Daphne DuMaurier: Die Bucht des Franzosen. Hamburg 1949.
Henry Fielding: Tom Jones – Die Geschichte eines Findlings. München 1965.
Edgar Allan Poe: Geheimnisvolle Begebenheiten. Zürich 1956.
Henry David Thoreau: Walden. Zürich 1945.
Literatur
Dieter Fringeli: Dichtung als schönes Dasein. In: Dichter im Abseits. Schweizer Autoren von Glauser bis Hohl. Artemis, Zürich und München 1974, S. 121–130 und 174.
↑Lang seinerseits publizierte: Der Bildhauer August Suter. In: Baselbieter Heimatbuch, 9, 1962, 19-32 (enthält ein Werkverzeichnis).
↑Im Nachlass Langs in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Basel finden sich zahlreiche Briefe von Frank Budgen und August Suter an Siegfried Lang.
↑Stuart Gilbert, ed., Letters of James Joyce, New York 1957, S. 135.