
Siegfried Lipiner (geboren 24. Oktober 1856 in Jarosław, Kaisertum Österreich; gestorben 30. Dezember 1911 in Wien; mit vollständigem Namen Siegfried Salomo Lipiner), war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Librettist, Übersetzer und Journalist.
Ab 1881 war er Bibliothekar an der Bibliothek des österreichischen Reichsrates, später deren Direktor. 1891 konvertierte er vom jüdischen zum evangelischen Glauben. Er zählte zum Freundeskreis des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler, der sogenannte Lipiner-Kreis, der sich eine asketische Mitleidsreligion (inklusive eines strengen Vegetarismus) zum Programm erwählte. Zu einem Zerwürfnis zwischen den beiden kam es, als Lipiner ihm von der Ehe mit Alma Schindler abriet.
1961 wurde die Lipinergasse in Wien-Liesing nach ihm benannt.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lipiner, Siegfried |
| ALTERNATIVNAMEN | Lipiner, Siegfried Salomo (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Autor und Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1856 |
| GEBURTSORT | Jarosław |
| STERBEDATUM | 30. Dezember 1911 |
| STERBEORT | Wien |